Kronach
Projekt 

Alles Plastik, oder was?

24 Jungen und Mädchen der Maximilian-von-Welsch-Realschule Kronach lernten, wie Kunststoffprodukte unser tägliches Leben beeinflussen.
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Raphael Zwingmann, Felix Neubauer, Tim Mainardy, Paul Martin und Lukas Beetz (von links) aus der Klasse 9a der Maximilian-von-Welsch-Schule übten sich im Umgang mit Kunststoff.  Foto: Heike Schülein
Raphael Zwingmann, Felix Neubauer, Tim Mainardy, Paul Martin und Lukas Beetz (von links) aus der Klasse 9a der Maximilian-von-Welsch-Schule übten sich im Umgang mit Kunststoff. Foto: Heike Schülein
Kunststoff ist weit mehr als Plastik. Das wissen jetzt 24 Jungen und Mädchen der Maximilian-von-Welsch-Realschule in Kronach. Bei einem Projekttag lernten sie, dass unser tägliches Leben ohne Kunststoffprodukte kaum noch möglich wäre.
Simone Rieß vom Netzwerk Myplastics erklärte den Schülern, wo sie alltäglich mit Kunststoffprodukten in Berührung kommen. Dabei zeigte sich, dass man heutzutage in zahlreichen wichtigen, teils auch sogar lebenswichtigen Branchen Kunststoff einsetzt.


Einsatz in der Medizin

Ein Beispiel ist die Medizin: Für Menschen, die Herzprobleme haben, sind Katheter, Pumpen und andere medizinische Hilfsmittel notwendig. Dies ist allerdings nur möglich, da man Kunststoff in nahezu jede beliebige Form bringen und steril halten kann. Mitgebrachte Exponate aus anderen Branchen verdeutlichten zudem noch weitere Verwendungen und die Vielfalt der Kunststoff-Branche.
Die Firma RVT Process Equipment stellte sich anschließend vor. Vertreten war sie durch ihren technischen Ausbildungsleiter, dem Leiter Marketing sowie mehrere Auszubildende in verschiedenen Berufen. Neben der Firmenhistorie und dem Produktportfolio präsentierte RVT das breite Ausbildungsangebot an ihren Standorten in Steinwiesen und Marktrodach.


Im Berufe-Parcours

In Gruppen startete der praktische Teil des Tages: der Berufe-Parcours. An der ersten Station, betreut von MyPlastics, konnten die Jugendlichen sich in Berechnungen von Schließkräften üben. Die Station spiegelte das Berufsbild des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik wider. Dieser lernt während seiner Ausbildung den Umgang mit der Spritzgussmaschine. Für einen Verfahrensmechaniker sind daher Parameter wie beispielsweise Schließkraft, Temperatur und Drucke wichtigt.
Die zweite und dritte Station drehten sich um die Ausbildungsberufe des Technischen Produktdesigners und des Konstruktionsmechanikers. Hier war es wichtig, einzelne Komponenten aus Metall mithilfe einer Zeichnung zusammenzusetzen. Für beide Berufsbilder sind ein technisches Verständnis und eine präzise Arbeitsweise wichtig. Der Technische Produktdesigner erstellt eine Zeichnung, mit der der Konstruktionsmechaniker Werkstücke zusammenfügt.
Dabei benötigt der Technische Produktdesigner ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, um mit CAD-Programmen die technische Zeichnung zu fertigen. Der Konstruktionsmechaniker muss die technische Zeichnung lesen und umsetzen können.
An der letzten Station des Berufe-Parcours konnten die Schüler das Warmgasziehschweißen ausprobieren. Hierbei wurden zwei Kunststoffplatten mithilfe eines Schweißgerätes miteinander verbunden. Natürlich durften die Schüler ihre Meisterstücke mit nach Hause nehmen.
Die letzten drei Stationen wurden von der Firma RVT gestellt und von Firmenvertretern betreut.
Die Präsentation sowie die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen, hat allen Schülern gut gefallen. Es gab für alle wirklich neue und vor allem gewinnbringende Informationen - nicht zuletzt im Hinblick auf die Wahl des Ausbildungsplatzes.
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