Kronach

Aktion "Gott-sei-Dank-Brot" und die Geschäftsübergabe von Bäckermeister Georg Oesterlein

Der Donnerstag war ein besonderer Tag für die Bäckerei Oesterlein. Denn neben der oberfränkischen Aktion "Gott-sei-Dank-Brot" übergab auch der Bäckermeister...
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Natürlich gab es auch Geschenke. Hier mussten Georg Oesterlein und Sebastian Zeis zum ersten Mal mit dem Butterkrug zum Einsatz. Mit im Bild: Regionaldekan Thomas Teuchgräber (links). Foto: Veronika Schadeck
Natürlich gab es auch Geschenke. Hier mussten Georg Oesterlein und Sebastian Zeis zum ersten Mal mit dem Butterkrug zum Einsatz. Mit im Bild: Regionaldekan Thomas Teuchgräber (links). Foto: Veronika Schadeck
Der Donnerstag war ein besonderer Tag für die Bäckerei Oesterlein. Denn neben der oberfränkischen Aktion "Gott-sei-Dank-Brot" übergab auch der Bäckermeister Georg Oesterlein sein Traditionsgeschäft an seinen Nachfolger Sebastian Zeis.
Dass diese Aktion heute in Kronach zu Gast sei, freue ihn sehr, meinte der junge Bäckermeister. Denn es sei wichtig, bei jedem Neuanfang auch Gott zu danken. Er, der in einer Landwirtschaft aufgewachsen sei, danke Gott, dass ihn sein Weg nach Kronach geführt habe und er eine Traditionsbäckerei weiterführen könne. Er dankt aber auch für die Unterstützung durch seine Familie und die Familie Oesterlein. "Backen ist meine Leidenschaft!". Der 22-Jährige versprach: "Ich werde die traditionellen Rezepturen beibehalten, aber auch eigene Ideen einbringen!"
"Gott sei Dank", so Georg Oesterlein, habe er mit Sebastian Zeis einen Nachfolger gefunden, dem er sein Vertrauen schenke, die seit dem Jahr 1762 im Familienbesitz befindliche Bäckerei weiterzuführen. "Die Latte ist hoch", meinte Oesterlein, der darauf hinwies, dass er im Jahre 2013 als einer der besten Bäcker deutschlandweit ausgezeichnet wurde. Erfreut war er auch, dass Sebastian Zeis am Mittwoch eine Urkunde erhalten hat. Somit ist er berechtigt, Oesterlein als "Bioland-Bäckerei" weiterzuführen. Der oberfränkische Handwerkspräsident Thomas Zimmer sprach von 500 oberfränkischen Bäckerei-Handwerksbetrieben. Es sei wichtig, dass solche Betriebe aufrechterhalten würden.
"Tradition hat ein doppeltes Gesicht", so der Referent der Regionalbischöfin im Kirchenkreis Bayreuth, Michael Thein, der zusammen mit seinem katholischen Kollegen, Regionaldekan Thomas Teuchgräber, die Bäckereiübergabe segnete. Den gelungenen Generationswechsel bei der Bäckerei Oesterlein wertete er als ein Geschenk zur "Gott-sei-Dank-Brot-Aktion".
Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass heute alteingesessene Handwerksbetriebe übernommen werden, so Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein. Lobende Worte sprach er zu Georg Oesterlein, der oftmals eine 60- bis 70-Stunden-Woche zu bewältigen gehabt habe. Anerkennende Worte fand er auch für Sebastian Zeis, der sich in so jungen Jahren bereit erklärt, Verantwortung zu übernehmen.
Glückwünsche überbrachten weiter Vertreter vom Träger der Aktion. Dies sind die Bäckerinnungen Oberfranken, die beiden christlichen Kirchen, die Erzdiözese Bamberg und der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Bayreuth. Bei der Durchführung der "Gott-sei-Dank-Brot"-Aktion engagieren sich alle drei Nachwuchsorganisationen des Bayerischen Bauernverbandes, der evangelischen Landjugend Oberfranken, der Katholischen Landjugendbewegung und die Landjugend, Bezirksverband Oberfranken. vs
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