Nüdlingen

Abschied von einem verdienten Mitbürger

Arthur Stollberger Günter Hochrein, der am vergangenen Mittwoch im Alter von 83 Jahren verstarb, war ein sehr verdienter, vielseitig engagierter Ortsbürger,...
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Arthur Stollberger

Günter Hochrein, der am vergangenen Mittwoch im Alter von 83 Jahren verstarb, war ein sehr verdienter, vielseitig engagierter Ortsbürger, der das dörfliche Leben in seiner "zweiten Heimat" Nüdlingen mitgeprägt hat. So wurde er durch seine karnevalistischen Aktivitäten auch überregional bekannt und geschätzt.
Geboren wurde Günter Hochrein am 12. Februar 1933 in Poppenlauer, wo er auch die Schule besuchte. Als junger Mann machte ihm das Motorradfahren großen Spaß. Er nahm sogar an einigen Rennen teil.


Schnell integriert

Auf einer seiner "Erkundungstouren" kam er nach Nüdlingen und lernte dort seine spätere Frau Luise, geb. Kraus, kennen und lieben. Im November 1956 wurde geheiratet. In Nüdlingen nahm das Paar seinen Wohnsitz, und im Jahr 1961 wurde mit viel Eigenleistung ein eigenes Haus gebaut. Beruflich war Günter Hochrein bis zu seinem Ruhestand bei der Firma SKF in Schweinfurt tätig. Aus der Ehe gingen zwei Töchter, Sabine und Gitti, hervor. Und die erzählen heute noch voller Begeisterung von der offenen, modernen Art der Erziehung, die ihnen vermittelt wurde.


Nüdlinger Fasching mitgeprägt

Günter Hochrein hatte keinerlei Schwierigkeiten, sich in Nüdlingen zu integrieren. Zusammen mit seiner Frau schloss er sich bald mehreren Vereinen an. Überall wurde seine lustige, freundliche und hilfsbereite Art sehr geschätzt. Eine seiner größten Leidenschaften war der Karneval, beziehungsweise die Fränkische Fastnacht. Der Nüdlinger Elferrat, der als Abteilung des Sportschützenvereins gegründet wurde, wurde 1991 als Nüdlinger Carneval Club (NCC) ein selbstständiger Verein. Günter Hochrein war in der Anfangszeit erster Gesellschaftspräsident, Sitzungspräsident war Walter Güldner. Für seine Verdienste, unter anderem als langjähriger NCC-Ordenskanzler, wurde er vielfach geehrt und Ehrenmitglied des Vereins.
Ein weiterer Verein, den Günter Hochrein tatkräftig unterstützte, war die DJK. Er leistete beim Bau des Vereinsheims jede Menge an freiwilligen Arbeitsstunden. Außerdem rief er die DJK-Volkswandertage ins Leben und organisierte sie. "Mit Herzblut" und vielen kreativen Ideen brachte er sich seit 1984 in den wieder gegründeten Obst- und Gartenbauverein ein. Viele Jahre war er als Vorstandsmitglied und Vereinskassier tätig. Auch im Obst- und Gartenbauverein wurde er für seine Verdienste mit der Ehrenmitgliedschaft geehrt. Günter Hochrein hinterlässt für seine Familie und die örtliche Gemeinschaft eine schmerzliche Lücke.

Die Aussegnung findet am Freitag, 6. Mai, um 14.30 Uhr auf dem Nüdlinger Friedhof statt.
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