Marktleugast

Abschied von Georg Bauer

Marktleugast — Eine große Trauergemeinde hat gestern Abschied von Georg Bauer genommen. Mehrere Redner erinnerten gestern in der St.-Bartholomäus-Kirche zu Marktleugast an dem im A...
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Marktleugast — Eine große Trauergemeinde hat gestern Abschied von Georg Bauer genommen. Mehrere Redner erinnerten gestern in der St.-Bartholomäus-Kirche zu Marktleugast an dem im Alter von 84 Jahren verstorbenen Architekten der Partnerschaft mit dem ungarischen Pilisszentivan, die 1988 als beispielgebende europäische Verbindung besiegelt worden war. "Georg Bauer war all die Jahre ihr unermüdlicher Motor, Steuermann und Kapitän. Ja, er lebte sie, denn sie ist sein Lebenswerk", drückte es Manfred Huhs trefflich aus.
Erika Schneider blickte auf das Leben des am 23. Januar 1939 in Pilisszentivan geborenen Georg Bauer zurück. Durch die Wirren des Zweiten Weltkrieges kam er 1944 nach Deutschland und seine Familie fand 1945 in Marktleugast wieder zusammen. Bauer erlernte den Zimmererberuf und trat 1964 bei der BELG als technischer Angestellter ein. Erst vor einigen Jahren zog Georg Bauer mit seiner Gattin von Marktleugast nach Kulmbach, um in der Nähe seiner Kinder und Enkelkinder zu sein.
Manfred Huhs meinte, Bauer habe in Marktleugast Geschichte geschrieben. Er sei ein treusorgenden Ehemann, Vater und Großvater und ein Freund und Förderer vieler Vereine gewesen. "So oft wie möglich besuchte er seinen ungarischen Heimatort und erfüllte sich mit der Partnerschaft einen Herzenswunsch. Wir haben einen guten Freund verloren, werden aber sein Lebenswerk lebendig und aufrecht erhalten", sagte Manfred Huhs am Sarg stehend.
Auch eine große Abordnung aus Pilisszentivan mit Bürgermeister Gabor Penzes an der Spitze gab dem Verstorbenen das letzte Geleit.
Den Trauergottesdienst zelebrierte Pfarrer Pater Alard. Er blickte auf Gottes reichlichen Segen, der das europäische Versöhnungswerk Georg Bauers all die Jahre begleitet habe.
Der Musikverein Marktleugast spielte an seinem Sarg "...S'is Feierabend". Bauers letzte Ruhestätte ist der Gottesacker in Ludwigschorgast. kpw



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