Eyrichshof

Abschied nach 20 Jahren

Freude aber auch Wehmut lagen bei der Weihnachtsfeier des Gesangvereins Eyrichshof dicht beisammen. Freude, weil langjährige Sängerinnen und Sänger geehrt werden konnten, Wehmut, w...
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Vorsitzender Heinz Henig (rechts) und sein Vertreter Georg Pryzibilski (links) ehrten (weiter von links) Ute Ruppert, Karl Bortenlänger, Monika Herold und Martin Fertsch. Alfred Schröder (zweiter von rechts) wurde nach 20 Jahren als Chorleiter verabschiedet.  Foto: Helmut Will
Vorsitzender Heinz Henig (rechts) und sein Vertreter Georg Pryzibilski (links) ehrten (weiter von links) Ute Ruppert, Karl Bortenlänger, Monika Herold und Martin Fertsch. Alfred Schröder (zweiter von rechts) wurde nach 20 Jahren als Chorleiter verabschiedet. Foto: Helmut Will
Freude aber auch Wehmut lagen bei der Weihnachtsfeier des Gesangvereins Eyrichshof dicht beisammen. Freude, weil langjährige Sängerinnen und Sänger geehrt werden konnten, Wehmut, weil Chorleiter Alfred Schröder nach 20 Jahren erfolgreicher Arbeit den Taktstock aus der Hand legt und deshalb verabschiedet wurde.
In jedem Fall war die Weihnachtsfeier der Eyrichshofer Sänger am Samstagnachmittag im Probenraum im Dachgeschoss des Feuerwehrgerätehauses gut gefüllt. Die Feierlichkeit wurde mit Geschichten zur Weihnacht von Pauline Vollkommer und Adam Ort umrahmt.
"Jahre kommen, Jahre gehen, Zeit ist ein Geschenk." - Mit diesen poetischen Worten aus einem Liedtext verabschiedete sich Alfred Schröder von seinen Sängerinnen und Sängern. "Es ist mein Wunsch, ich will es so, dass ich aufhöre", sagte der profilierte Musiklehrer und Chorleiter.
Er erzählte in seinen Abschiedsworten, dass er seit 43 Jahren als Chorleiter tätigt ist. "Mein Leben ist Musik, aber ich möchte selbst bestimmen wenn ich aufhöre." Er versicherte, dass es eine "ganz tolle Zeit" war, die er mit dem Gesangverein verbringen durfte.


Abschied auf eigenen Wunsch

Von Anfang an haben er und seine Frau sich gut an- und aufgenommen gefühlt. Die Harmonie war stets vorbildlich. "In den 20 Jahren bin ich bestimmt mehr als 800 mal vom thüringischen Hellingen nach Eyrichshof gefahren und ich habe mich stets auf unsere Chorprobe gefreut", gestand Schröder, der damit ein Lob an die Aktiven des Gesangvereins aussprach.
Zum Schluss rief er seinen etwas bedrückt wirkenden Sängerinnen und Sängern zu: "Man kann auch im hohen Alter noch singen, ich höre auf, macht ihr bitte weiter." Zuvor hatte Vorsitzender Heinz Henig den scheidenden Chorleiter Alfred Schröder gewürdigt und daran erinnert, dass dieser nach der Wende, im November 1995, nach Eyrichshof gekommen sei. "Du hast bei uns 20 Jahre gut und erfolgreich gearbeitet, mit dir waren wir uns immer sicher, dass unsere Auftritte klappen", sagte Henig. Er fuhr fort: "Schade, dass die Zeit mit dir nun zu Ende geht, wir lassen dich nur ungern ziehen."


Sänger werden geehrt

Martin Fertsch ist seit 50 Jahren aktiver Sänger. "Kaum zu glauben", sagte Vorsitzender Heinz Henig. Er erinnere sich noch, als Fertsch als "junger Bursch" zum Gesangverein gekommen war, was heute eher nicht mehr der Fall sei, dass junge Menschen zum Chor kommen.
Henig hob die Arbeit von Martin Fertsch als Vergnügungswart hervor und überreichte ihm zusammen mit dem Zweiten Vorsitzenden Georg Przybilski Urkunden und Anstecknadeln. Seit 40 Jahren singt Karl Borgenlänger im Chor, eben so lange ist er Kassierer, stellte Henig fest. Monika Herold und Ute Ruppert singen seit zehn Jahren und sind "einige von unseren guten Geistern", sagte der Vorsitzende. hw

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