Herzogenaurach

93 Prozent der Einsätze in zwei Minuten

Bürgermeister German Hacker besuchte und beschenkte die Diensthabenden von ASB und BRK in der gemeinsamen Rettungswache. Das neue Domizil hat sich im Jahr 2019 eingespielt. Robert Ziegenfelder (ASB) lobt die Einrichtung als Gewinn für die Notfallversorgung.
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Bürgermeister German Hacker bei seinem Weihnachtsbesuch auf der Rettungswache  Foto: Richard Sänger
Bürgermeister German Hacker bei seinem Weihnachtsbesuch auf der Rettungswache Foto: Richard Sänger

Eine Weihnachtsgans hatte Bürgermeister German Hacker (SPD) nicht dabei, aber zwei Körbe mit guten und gesunden Sachen, als er am Vormittag des Heiligen Abend der Rettungswache an der Werner-von Heisenberg-Straße einen Besuch abstattete. Während die meisten Herzogenauracher an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen die besinnliche Stimmung genießen, gewährleisten andere die Sicherheit der Stadt und ihrer Bewohner.

Arbeiten statt Feiern - für viele Menschen hört der Alltag auch an den Feiertagen nicht auf, im Gegenteil, für manche Berufsgruppen gehört der Jahreswechsel zu den stressigsten Nächten überhaupt! An sieben Tagen in der Woche, 24 Stunden lang. Ganz gleich ob am Wochenende, an Sonn- oder Feiertagen. Natürlich auch an Weihnachten und Silvester.

Schon Tradition

Stellvertretend für alle Einrichtungen, in denen immer gearbeitet wird, besuchte der Bürgermeister die Diensthabenden der Rettungswache - ein inzwischen schon zur Tradition gewordener Besuch. "Dieser Einsatz wird gar nicht genug gewürdigt", sagte das Stadtoberhaupt und bezog sich dabei auf viele Berufe, in denen es selbstverständlich sei, im Dienst zu sein, wenn andere die letzten Einkäufe erledigen, den Baum schmücken oder später am Abend mit ihren Familien zusammensitzen, Messen und Gottesdienste besuchen und Christi Geburt feiern.

"Weihnachten ist ein Fest des Friedens und der Familie, der Ruhe und der Besinnlichkeit. Doch nicht alle können den Heiligen Abend und Weihnachten mit ihrer Familie genießen. Deshalb sollten wir heute besonders an die Frauen und Männer denken, die Weihnachten nicht zu Hause feiern können, weil sie in den Rettungswachen, bei Polizei und Feuerwehr sowie in Leitstellen zur Verfügung stehen, im Krankenhaus oder anderen Unternehmen Dienst tun", sagte Hacker. Um sich auch über die Festtage mit dem Thema Sicherheit, Gesundheit, Soziales Seelsorge und der Infrastruktur beschäftigen, sind sie an Weihnachten da - "um zu helfen, zu schützen, zu retten, zuzuhören, aufzupassen oder um einfach das Rad am Laufen zu halten", fügte er an.

Der Bürgermeister bedankte sich mit dieser Geste symbolisch bei allen Mitarbeitern der Einrichtungen, "die für die Mitbürger in Herzogenaurach und Umgebung auch während der Feiertage im Einsatz sind": Das Bayerische Rote Kreuz und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) arbeiten auch an Weihnachten und Silvester für die Gesundheit und das Wohlergehen der Bevölkerung. Damit brachte der Bürgermeister seine Wertschätzung und die der Stadt gegenüber den Menschen zum Ausdruck, die an den Feiertagen arbeiten: "Unsere Einsatz- und Rettungskräfte, vor allem die Ehrenamtlichen, leisten nicht nur am Heiligen Abend, sondern das ganze Jahr über einen hohen gesellschaftlichen Beitrag für unser aller Sicherheit in Herzogenaurach und Umgebung. Die Bürgerinnen und Bürger sind bei Ihnen in guten Händen!", sagte das Stadtoberhaupt.

"Es ist mir ein besonderes Anliegen, all denen zu danken, die über die Weihnachtsfeiertage ihren Dienst tun und dafür sorgen, dass wir mit Familie und Freunden das Weihnachtsfest begehen können", sagte der Bürgermeister bei seinem Besuch und wünschte schöne und natürlich ruhige Festtage mit wenigen Einsätzen.

Ein Jahr zurück

Als Bürgermeister German Hacker vor genau einem Jahr die Rettungswache besuchte, stapelten sich im Flur und in den Räumen noch die Umzugskartons, denn an den Tagen von Weihnachten bis Neujahr 2018 pendelten die Fahrzeuge zwischen der Schillerstraße und der neuen Rettungswache.

Wie Robert Ziegenfelder, Leiter des Rettungsdienstes vom ASB, der BRK-Wachleiter Peter Tänzer und der stellvertretende Wachleiter des Rettungsdienstes, Thomas Heideloff, erläuterten, sei die Zeit seit dem Bezug der Rettungswache vom Alarm der RTW-Besatzung bis zur Einsatzübernahme signifikant besser geworden. So werden bei der neuen Rettungswache 93 Prozent der Einsätze innerhalb von zwei Minuten übernommen, in der alten Rettungswache in der Schillerstraße waren es 75 Prozent. Dies begründet sich durch die gut geplanten kurzen Wege am neuen Standort und die bessere Funkabdeckung mit Einführung des Digitalfunks, welche für die Auftragsentgegennahme und Auftragsbestätigung von großer Bedeutung sind.

Bedingungen erheblich verbessert

"Die neue Rettungswache ist somit ein struktureller Gewinn für die Notfallversorgung. Darüber hinaus haben sich auch die Arbeitsbedingungen für das Personal in erheblichem Maß gebessert", erklärte Robert Ziegenfelder.

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