Bamberg

906 Ausbildungsstellen unbesetzt

Allein in der Stadt Bamberg sucht die Ernährungsindustrie noch 41 Azubis. Besonders Lebensmitteltechniker sind laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten besonders gefragt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Azubis in der Lebensmittelindustrie sind längst am 3D-Drucker aktiv. Foto: Nahrung-Genuss-Gaststätten
Azubis in der Lebensmittelindustrie sind längst am 3D-Drucker aktiv. Foto: Nahrung-Genuss-Gaststätten

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres gibt es in Bamberg insgesamt 423 freie Ausbildungsplätze, im Landkreis Bamberg sind aktuell noch 483 Ausbildungsplätze unbesetzt. Damit sind noch 44 Prozent bzw. 48 Prozent aller gemeldeten Lehrstellen unbesetzt. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit.

Die Gewerkschaft Nahrung- Genuss-Gaststätten Oberfranken beruft sich dabei auf neueste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Gewerkschafter Michael Grundl appelliert an Schulabgänger, sich auch in der Ernährungsbranche umzusehen: "Vom Süßwarentechnologen bis zur Chemielaborantin - die Lebensmittelindustrie bietet hochtechnische Berufe bei überdurchschnittlicher Bezahlung. In Bamberg haben Firmen jetzt noch 41 freie Ausbildungsplätze rund ums Essen und Trinken zu vergeben."

Viertgrößter Industriezweig

Die Ernährungsindustrie ist der viertgrößte Industriezweig in Deutschland - und mit rund 1600 Beschäftigten allein in Bamberg ein "wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region", so Grundl. Nach Einschätzung des NGG-Geschäftsführers dürften gelernte Fachleute künftig kaum Probleme haben, hier eine passende Stelle zu finden. "Gefragt ist insbesondere die Fachkraft für Lebensmitteltechnik. Wer das lernt, hat nach der Ausbildung einen soliden Titel in der Hand. Je nach Betrieb können Fachkräfte eine Spezialisierung etwa für Getränke, Brot- oder Tiefkühlwaren draufsatteln und es bis zum Meisterbrief bringen", wird Grundl in der Pressemitteilung zitiert.

Aber Lebensmitteltechniker seien nicht nur "Fachleute für Brause, Backfisch oder Bonbons".

Die Digitalisierung schreite in ihrem Berufsfeld so schnell voran wie in kaum einer anderen Branche. "Künstliche Intelligenz ist in der Ernährungsindustrie längst angekommen und steuert zum Beispiel Abläufe in der Lagerlogistik. Das macht die Jobs nicht nur für Mechatroniker und Computerspezialisten interessant. Die neuen Technologien bieten ganz neue Möglichkeiten - vom Ausprobieren neuer Rezepte bis hin zur App-basierten Kommunikation mit dem Verbraucher", so Michael Grundl.

"Azubi-Börse"

Weitere Infos rund um Berufe in der Ernährungsindustrie und offene Ausbildungsplätze vor Ort gibt es auf der "Azubi-Börse" der Arbeitsagentur: berufenet.arbeitsagentur.de red

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren