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Ebern

90 Plätze sind denkbar

Noch ist die Planung für das neue Seniorenwohnheim im Osten Eberns nicht fix. Aus Sicht der Stadt könnte es aber losgehen.
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Dieses Modell hat das Bamberger Architekturbüro Gick für das Seniorenwohnheim erstellt. Von der Talseite aus soll das Gebäude vierstöckig erscheinen, von der Südseite aus (unser Bild) mit drei Ebenen. Auf dieser Seite wird sich auch der Eingang befinden. Fotos: Eckehard Kiesewetter
Dieses Modell hat das Bamberger Architekturbüro Gick für das Seniorenwohnheim erstellt. Von der Talseite aus soll das Gebäude vierstöckig erscheinen, von der Südseite aus (unser Bild) mit drei Ebenen. Auf dieser Seite wird sich auch der Eingang befinden. Fotos: Eckehard Kiesewetter
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Eckehard Kiesewetter Ebern — Mit der Änderung des Bebauungsplans "Mannlehen" hat Eberns Stadtrat bei seiner jüngsten Sitzung eine wichtige Voraussetzung für den Bau eines neuen Seniorenpflegeheims geschaffen. "Damit ist Rechtskraft erreicht, es kann ein Bauantrag gestellt und mit dem Bau begonnen werden", teilt Bürgermeister Jürgen Hennemann mit.

Aktuell liegt der Stadt aber noch kein Bauantrag vor. Angeblich ist alles noch im Entwurfsstadium. Ein Modell des Bamberger Architektenbüros Gick gibt eine Vorstellung vom Aussehen des Gebäudes. Die Kubatur soll sich laut Diakonischem Werk Bamberg-Forchheim nicht mehr wesentlich ändern. Die Diakonie, die bereits das Altenheim St. Elisabeth in der Innenstadt betreibt, ist Träger des Projekts.

Noch viele Fragen offen

Ob es ein Haus mit 60 oder 90 Betten wird, ist laut Diakonie-Pressesprecherin Ute Nickel nicht abschließend geklärt. "60 Plätze war vor einigen Jahren die maximal zu fördernde Größe einer stationären Pflegeeinrichtung", so Ute Nickel, "Das hat sich nun geändert. Wir prüfen mit dem Landesamt für Pflege, ob wir gefördert werden, wenn wir mehr Plätze, zum Beispiel 90, realisieren." Letztlich hängt alles von den staatlichen Zuschüssen ab. Baubeginn kann laut Norbert Kern, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks mit Sitz in Bamberg, "nur im Frühjahr sein, vorher ist ein Baubeginn nicht denkbar".

Aktuell ist noch nicht mal der Grunderwerb unter Dach und Fach. Das auserkorene Areal im Norden der Siedlung Mannlehen ist aber reserviert. Detailfragen der Erschließung werde man mit der Kommune "nach Corona" erörtern, teilt Ute Nickel mit. Die Bewältigung der Pandemie-Herausforderungen hat für den Träger zahlreicher sozialer Einrichtungen in der Region derzeit Priorität.

Die Stadt will in den nächsten Tagen eine großformatige Informationstafel vor Ort aufstellen, um die Bürger über den Status quo zu informieren. Sie werde jedenfalls für eine barrierefreie Fußwegverbindung mit geeignetem Belag auf dem Lützel-eberner Weg sorgen. So werde es möglich, auch mit Rollator oder Rollstuhl in die rund einen Kilometer entfernte Innenstadt zu gelangen. Jürgen Hennemann: "Das Grundstück liegt auf der gleichen Höhe wie die Altstadt."

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