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Rentweinsdorf

90 Jahre an einem Ort

Der Rentweinsdorfer Adolf Frembs wurde 90 und feierte mit seiner Familie.
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Adolf Frembs  Foto: Helmut Will
Adolf Frembs Foto: Helmut Will

Adolf Frembs aus Rentweinsdorf feierte am gestrigen Dienstag seinen 90. Geburtstag im Kreise seiner Familie. Viele Verwandte und Bekannte waren gekommen, um dem rüstigen Jubilar Glückwünsche zu überbringen.

Adolf Frembs hat sein gesamtes Leben in seinem Heimatort Rentweinsdorf verbracht, wo er sich wohlfühlt. Geboren wurde er dort am 11. Februar 1930. Er hat die Schule besucht und von 1944 bis 1947 "beim Rotenhan" den Beruf eines Schmieds erlernt. Unmittelbar nach Abschluss seiner Lehre fand er bei der Firma Kugelfischer Arbeit und war in den Werken Ebern und Eltmann als Kontrolleur tätig, bevor er 1989 seinen Ruhestand antrat.

"Seit 1948 bin ich Mitglied beim FC Rentweinsdorf, also schon 72 Jahre", sagt der Rentner stolz. Dort war er vier Jahre Jugendleiter und über 30 Jahre Platzkassierer. Seit 1949 ist der Jubilar auch beim Gesangverein "Liedertafel" engagiert, wo er 40 Jahre als Vorsitzender und Basssänger gewirkt hat.

Im Jahr 1949 war er im damaligen Heroldsaal beim Tanzen, als er seine spätere Frau Erika, eine geborene Schulz, kennenlernte. Sie kam aus Oberschlesien, hat in Eichelberg gewohnt und in Rentweinsdorf in der damaligen Gaststätte Zürl gearbeitet. "Ich kann sagen, es war Liebe auf den ersten Blick", versichert Adolf Frembs. 1953 haben für den Jubilar und seine Erika die Hochzeitsglocken der Rentweinsdorfer Kirche geläutet. Das Ehepaar hat drei Kinder, zwei Buben und ein Mädchen. Der Jubilar kann sich mittlerweile auch über sieben Enkel und vier Urenkel freuen.

Im eigenen Haus

Schon kurz nach der Hochzeit, in den Jahren 1955/56, hat das Ehepaar ein Haus im "Obstberg" gebaut, das er noch heute mit seiner 85-jährigen Frau Erika bewohnt. "Wir haben damals den Baugrund noch mit Pickel und Schaufel ausgehoben, es war eine schwere Arbeit", erinnert sich das Geburtstagskind.

"Gesundheitlich geht es mir ganz gut, und ich freue mich, dass ich noch zu meinem wöchentlichen Stammtisch kann", so der Jubilar. Er ist am Männerstammtisch quasi der "Alterspräsident". Jeden Mittwochabend findet er sich beim "Timmi" am Planplatz zur Stammtischrunde ein. "Dort haben wir stets eine gute Unterhaltung, wissen immer, was andere falsch gemacht haben und besser machen könnten", lacht der Jubilar. "Ich habe immer alles genommen, wie es gekommen ist, ob Freud oder Leid. Ändern kannst du daran so und so nichts", sagt Adolf Frembs.

An seinem Geburtstag waren auch stellvertretender Landrat Oskar Schneider und Bürgermeister Willi Sendelbeck gekommen, um dem Rentweinsdorfer Urgestein zum 90. Geburtstag die besten Glückwünsche zu überbringen.

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