Bad Kissingen

78 Unternehmen in Bad Kissingen mehr als noch zu Beginn des Jahres

Der Bestand an gewerblichen Unternehmen in Mainfranken ist im ersten Halbjahr 2018 um 382 Firmen angestiegen. Das gab die Industrie- und Handelskammer (IHK) Würzburg-Schweinfurt in einer Pressemitteil...
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Der Bestand an gewerblichen Unternehmen in Mainfranken ist im ersten Halbjahr 2018 um 382 Firmen angestiegen. Das gab die Industrie- und Handelskammer (IHK) Würzburg-Schweinfurt in einer Pressemitteilung bekannt. Die Wachstumsdynamik, also die Differenz aus Gewerbeanmeldungen und -abmeldungen, hat sich demnach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (513) verschlechtert. Das Wachstum hat sich um rund 25 Prozent verringert. Insgesamt stehen den 3525 Gewerbeanmeldungen in der

ersten Jahreshälfte 3143 Gewerbeabmeldungen gegenüber. 2017 waren es 3760 Gewerbeanmeldungen bei 3247 Gewerbeabmeldungen.

Licht und Schatten in der Region

"Es ist positiv, dass sowohl in ganz Mainfranken als auch in den Teilregionen ein positiver Gründungssaldo zum Halbjahr erkennbar ist", kommentiert Sascha Genders, IHK-Bereichsleiter für Existenzgründung und Unternehmensförderung sowie für Standortpolitik, die Daten. Während im Landkreis Würzburg ein positiver Saldo von plus 82, im Landkreis Bad Kissingen

von plus 78 und im Landkreis Main-Spessart von plus 45 zu verzeichnen ist, betragen die Zuwachsraten im Landkreis Rhön-Grabfeld plus 41, im Landkreis Haßberge sowie in der Stadt Würzburg plus 40, im Landkreis Kitzingen plus 30 und im Landkreis Schweinfurt plus 22. Am geringsten fällt der Zuwachs in der Stadt Schweinfurt mit plus vier aus.

Gründeratlas Mainfranken 2018

Die IHK bewertet die rückläufige Dynamik der Gründungszahlen kritisch. "Das Wachstum verlangsamt sich merklich. Gründe hierfür sind sowohl weniger Gewerbeneuanmeldungen, als auch eine höhere Anzahl an Abmeldungen", sagt Genders. Besonders deutlich zeigen sich die Einbrüche in den Landkreisen Main-Spessart, Schweinfurt, Würzburg, Kitzingen sowie in der Stadt Würzburg. Dort liegen die Gründersalden zum Teil deutlich unter den Vorjahreswerten.

Im Zusammenhang mit der Gründungsstatistik steht auch die Veröffentlichung des Gründeratlas Mainfranken 2018. Dieser untersucht das regionale Gründungsgeschehen und bietet Einblicke in Trends rund um die

berufliche Selbstständigkeit in Mainfranken. "Neben der Entwicklung des Gewerbebestands bietet die Broschüre auch Informationen zu regionalen Besonderheiten und Branchenentwicklungen", erklärt der IHK-Gründungsexperte.

Politik soll Bürokratie abbauen

Er sieht dabei auch die Politik in der Bringschuld. Nach wie vor würden sich im Vergleich zu den Vorjahren weniger Menschen für den Weg in die Selbstständigkeit entscheiden. Dies habe sowohl gesamtwirtschaftliche als auch politische Gründe. "Zum einen kommt das Thema Unternehmertum in den Schulen viel zu kurz. Zum anderen fehlt bei allem Stellenwert für Hightech-Start-ups oftmals der Blick auf die traditionellen Bereiche wie Handel, Gastronomie, Verarbeitendes Gewerbe oder Verkehr. Gründungsunterstützung muss flächendeckend ausgerichtet sein", betont Genders. Neben der Förderung von Unternehmertum in den Schulen und Hochschulen verweist Genders auf das Thema Bürokratie, die zunehmend zum Hemmschuh werde. "Viele Gründer haben schlicht Angst vor der Mammutaufgabe Bürokratie und wagen deshalb nicht den Schritt in die Selbstständigkeit. So bleiben gute Ideen leider auf der Strecke", kritisiert er.

Die IHK unterstützt Existenzgründer und Gründungswillige auf vielen Wegen. Neben kostenfreier Beratung organisiert sie auch Veranstaltungen. Am Sonntag, 9. September, haben Jungunternehmer zum Beispiel die Möglichkeit mit Rhön-Lamas bei einer Netzwerkveranstaltung zu wandern. Am 15. November findet im Rahmen der Gründerwoche außerdem die Gründermesse Mainfranken in der IHK statt. red

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