Coburg

733 junge Leute starten zum 1. September ins Berufsleben

Der optimale Einstieg in die berufliche Karriere: 733 junge Leute in Stadt und Landkreis Coburg starten am 1. September in eine duale Berufsausbildung. Dami...
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Laut IHK sind noch 339 Ausbildungsstellen unbesetzt.  Foto: Jochen Berger
Laut IHK sind noch 339 Ausbildungsstellen unbesetzt. Foto: Jochen Berger
Der optimale Einstieg in die berufliche Karriere: 733 junge Leute in Stadt und Landkreis Coburg starten am 1. September in eine duale Berufsausbildung. Damit ist im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse um 4,4 Prozent gestiegen, teilt die Industrie- und Handelskammer zu Coburg (IHK) in einer Pressemitteilung mit. Nach der überproportionalen Steigerung im vergangenen Jahr belegt der IHK-Bezirk Coburg 2016 wieder eine Spitzenposition in Bayern, heißt es weiter.


62 unterschiedliche Berufe

Die ehemaligen Schüler beginnen eine Ausbildung in 62 unterschiedlichen Berufen in Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Besonders gefragte Ausbildungsberufe im gewerblich-technischen Bereich sind Industriemechaniker, Mechatroniker sowie Maschinen- und Anlagenführer. Im kaufmännischen Bereich sind es Kaufleute für Versicherung und Finanzen sowie Industriekaufleute.


Duale Berufsausbildung beliebt

Erfreuliche Entwicklung: Die duale Berufsausbildung, also Ausbildung in Betrieb und Berufsschule, ist für mehr und mehr Abiturienten eine Alternative zum Studium. Der Anteil der Auszubildenden mit Hochschulzugangsberechtigung stieg von 20 auf fast 24 Prozent. Ebenfalls erfreulich ist, dass über 20 Prozent der Auszubildenden einen Mittelschulabschluss haben.
"Die abgeschlossene Berufsausbildung ist und bleibt der Schlüssel zum beruflichen Erfolg und qualifizierte Fachkräfte sind sehr viel weniger von Arbeitslosigkeit bedroht als Un- und Angelernte", so IHK-Präsident Friedrich Herdan laut Pressemitteilung. Außerdem bieten sich schon während und nach der Lehre Entwicklungsmöglichkeiten: Zusatzqualifikationen, höhere Schulabschlüsse, Duales Studium, Vollzeit- und berufsbegleitendes Studium, Aufstiegsfortbildungen sowie berufliche Fort- und Weiterbildung.
Um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist die Ausbildung des eigenen Nachwuchses für Unternehmen das wichtigste Instrument. Wegen der sinkenden Zahl an Schulabsolventen bis zum Jahr 2020 wird es fast 18 Prozent weniger Auszubildende geben. Die Unternehmen übernehmen gesellschaftliche Verantwortung, indem sie, laut IHK, 45 Flüchtlingen zum 1. September eine Berufsausbildung ermöglichen.
"Wir als Industrie- und Handelskammer und somit als Vertreter der gewerblichen Wirtschaft in der Region wissen den Einsatz der Unternehmen und der Berufsschulen im Kampf gegen den sich abzeichnenden Fachkräftemangel sehr zu schätzen. Die heimischen Berufsschulen leisten in der Theorie der dualen Bildung den wesentlichen Beitrag. Die hervorragende Zusammenarbeit, die Symbiose zwischen Betrieb und Berufsschule bildet die Basis für unser erfolgreiches duales Bildungsmodell. Die Verknüpfung der beiden Lernorte Betrieb und Berufsschule ist in Coburg in besonderer Qualität gewährleistet", so IHK-Präsident Friedrich Herdan.


Nachvermittlungsaktion

In der Region Coburg sind noch 339 Ausbildungsplätze unbesetzt. Für Jugendliche, die bis 30. September noch keinen Ausbildungsplatz haben, veranstaltet die IHK zu Coburg am Donnerstag, 6. Oktober, von 10 bis 12.30 Uhr, gemeinsam mit der Agentur für Arbeit und der Handwerkskammer eine Nachvermittlungsaktion.
Wer noch eine Ausbildungsstelle sucht, kann sich in der Online-Lehrstellenbörse der IHK über die Angebote informieren: www.ihk-lehrstellenbörse.de. red
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