Bamberg

70 Jahre und kein bisschen leise

Die Städtische Musikschule lädt am Sonntag zum großen Jubiläumskonzert in die Konzerthalle ein.
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Auch die Kleinen der Städtischen Musikschule werden auf großer Bühne am Sonntag ihr Bestes geben. Foto: p
Auch die Kleinen der Städtischen Musikschule werden auf großer Bühne am Sonntag ihr Bestes geben. Foto: p

Im Jahr 1949, also vor 70 Jahren wurde die Singschule Bamberg als Zentrale des Singschulwerkes Oberfranken gegründet. Nur vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges war es den Verantwortlichen wichtig, "alle Mittel einzusetzen, die Gemütsbildung, den Schönheitssinn der Jugend zu fördern und den Grund zu einer volkstümlichen musikalischen Bildung zu legen. Es soll der in den letzten Jahren zweifellos verdorbene oder verschüttete musikalische Geschmack unseres Volkes wieder verbessert und eine Veredelung des musikalischen Empfindens herbeigeführt werden." So war es am 23. Juni 1949 im Neuen Volksblatt Bamberg zu lesen.

1982 wurde die Singschule in Städtische Musikschule Bamberg umbenannt und ist heute die größte musikalische Bildungseinrichtung der Stadt, die zweitgrößte öffentlich getragene Musikschule in Oberfranken und erreicht mit ihren vielfältigen Angeboten pro Jahr rund 2000 Menschen im Alter von ein bis 80 Jahren. Um dieses Jubiläum gebührend zu feiern, veranstaltet die Städtische Musikschule am Sonntag, 7. Juli, um 15 Uhr im Joseph-Keilberth-Saal der Konzerthalle ein großes Jubiläumskonzert.

Das Programm wird einen breit gefächerten Überblick über die Arbeit der Städtischen Musikschule geben. Es spannt dabei einen Bogen von den jüngsten Musikschülern in der elementaren Musikpraxis bis hin zu weit fortgeschrittenen Instrumentalisten, die schon Preise gewonnen haben oder an der Schwelle zu einer professionellen Musikerausbildung stehen. Dazwischen erwartet die Zuhörenden ein abwechslungsreiches Programm mit gleich besetzten Ensembles, die auf Blockflöten, Gitarren, Akkordeons, Fagotten, Malletinstrumenten und Klarinetten musizieren.

Zwei Pausen unterteilen das Konzert in drei Abschnitte à 70 Minuten. Am Anfang steht ein kleiner "Besuch im Zoo", der von über 300 Kindern der elementaren Musikpraxis und der Singklassen gemeinsam mit einem Instrumentalensemble gestaltet wird. Der zweite Teil beginnt mit fünf bekannten Volksliedern, die von 144 Grundschulkindern auf nahezu allen Instrumenten gleichzeitig als Quodlibet gespielt werden.

Tierisches und Abba

Im zweiten Teil werden auch die diesjährigen Teilnehmenden am Wettbewerb um den Neupert-Preis geehrt. Den dritten Teil eröffnet die Rockband "Boots & Laces", gefolgt vom jungen Streichorchester, das zwei Stücke aus dem berühmten "Karneval der Tiere" spielen wird. Am Schluss des Konzertes erklingt mit Abbas "Thank you for the music" zunächst ein Dank an die Musik, der vom singenden Bürgermeister Wolfgang Metzner gemeinsam mit dem Jugendorchester Bamberg präsentiert wird. Anschließend musizieren das Jugendorchester Bamberg und ein großer Chor die Europahymne, die "Ode an die Freude" aus Beethovens 9. Symphonie, wobei das Publikum zum Mitsingen eingeladen ist.

Die Moderation des Jubiläumskonzertes übernimmt Sebastian Strempel, Trompetenlehrkraft und Big-Band-Leiter an der Musikschule.

Bereichert wird das Programm von Beiträgen musikalischer Gäste aus den vier Partnerstädten Esztergom, Prag, Rodez und Villach. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf landestypischer Volksmusik, zum Teil mit selten zu hörenden Instrumenten wie Harfe, Dudelsack und diatonischem Akkordeon. Der Eintritt zu diesem außergewöhnlichen Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten. red

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