Bamberg

70 Jahre Nächstenliebe

Die Diakonie Bamberg-Forchheim feiert Jubiläum. Ein Gespräch mit dem Vorsitzenden.
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Norbert Kern
Norbert Kern
Am 13. April 1948 wurde die Innere Mission Bamberg mit Satzungseintrag gegründet. Daraus wurde die Diakonie Bamberg-Forchheim, als es am 1. Januar 1999 zur Verschmelzung mit dem Diakonieverband im Landkreis Forchheim kam. Aktuell hat der Verband 1200 hauptamtliche Mitarbeiter, 100 Auszubildende und 450 Ehrenamtliche in rund 40 Einrichtungen und Projekten in den Regionen Bamberg, Forchheim und Haßberge.
Nun feiert die Diakonie ihr 70-jähriges Bestehen unter anderem mit einem Festgottesdienst am kommenden Sonntag, 15. Juli, um 10 Uhr in der Stephanskirche mit dem Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm. Im Interview erklärt der Vorstandsvorsitzende Norbert Kern, wie die Diakonie Bamberg-Forchheim ihren 70. Geburtstag begeht.

70 Jahre - was wird bei diesem kleinen "Zwischenjubiläum" gefeiert?
Norbert Kern: Die Diakonie Bamberg-Forchheim begleitet seit 70 Jahren Menschen durch das Leben in all seinen Höhen und Tiefen. Wir feiern in diesem Jahr vor allem das Engagement unserer Mitarbeiter, die jeden Tag in ihrer Arbeit für andere da sind und unseren Auftrag der Nächstenliebe verwirklichen. Deshalb stehen sie auch bei unseren Aktionen rund um das Jubiläum im Zentrum: Ein Diskussionsforum im April mit Politikern und Entscheidern aus Politik und Wirtschaft, bei dem unsere Mitarbeiter die Möglichkeit hatten, Themen, die ihnen unter den Nägeln brennen, direkt anzusprechen, war eine solche Veranstaltung.

Heinrich Bedford-Strohm übernimmt die Predigt im Festgottesdienst zum Jubiläum der Bamberger Diakonie. Ist das auch exklusiv für die Mitarbeiter?
Nein. Zu unserem Festgottesdienst um 10 Uhr in der Stephanskirche sind alle herzlich eingeladen, insbesondere unsere Unterstützer und Förderer. Aber das Fest im Anschluss ist für unsere Mitarbeitenden und deren Familien, um auch auf diese Weise einmal als Träger und Arbeitgeber danke zu sagen für ihren täglichen Einsatz, ohne den unsere Einrichtungen und unser Werk gar nicht denkbar sind.

In welche Richtung geht es mit der Diakonie Bamberg-Forchheim in den nächsten Jahren?
Alters- und Kinderarmut, Bildungsungleichheit und die großen Fragen rund um die Pflege: Diese Themen treffen unsere Gesellschaft und damit auch uns als Wohlfahrtsverband.
Hier neue Angebote zu schaffen, niemanden zu vergessen und auch als Werk selbst bestehen zu können - wirtschaftlich, politisch und sozial - sind die Herausforderungen, denen sich die Diakonie Bamberg-Forchheim stellen muss und auch wird.

Die Fragen stellte
Ute Nickel.
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