Bad Kissingen
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70 Jahre nach dem Abitur

Es war ein kleines Klassentreffen, das Treffen des 48er Abiturjahrganges. Vor 70 Jahren legten Franz Josef Mohr, Dieter Pawelik (Leverkusen), Heinz Seitz und über 30 andere junge Männer am Gymnasium i...
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Der Kissinger Abiturjahrgang 1948 traf sich nach 70 Jahren wieder. Da auch damals die Klassen nach Geschlecht getrennt waren, trafen sich nur die Männer (im Bild von links: Dieter Pawelik, Franz Josef Mohr und Heinz Seitz, dahinter ihre Ehefrauen).  Foto: Peter Rauch
Der Kissinger Abiturjahrgang 1948 traf sich nach 70 Jahren wieder. Da auch damals die Klassen nach Geschlecht getrennt waren, trafen sich nur die Männer (im Bild von links: Dieter Pawelik, Franz Josef Mohr und Heinz Seitz, dahinter ihre Ehefrauen). Foto: Peter Rauch

Es war ein kleines Klassentreffen, das Treffen des 48er Abiturjahrganges. Vor 70 Jahren legten Franz Josef Mohr, Dieter Pawelik (Leverkusen), Heinz Seitz und über 30 andere junge Männer am Gymnasium in Bad Kissingen ihre Reifeprüfung ab. Das Gymnasium hatte damals noch keinen Namen, unterrichtet wurde zu der Zeit noch in getrennten Klassen, die Mädchen in den "A-", die Jungs in den "B-Klassen".

Vieles war damals anders in den ersten Nachkriegsjahren, erinnern sich die drei Herren, die heute alle schon hoch in den 80er Jahren sind. So zum Beispiel, dass der Unterricht 1945 für rund ein Jahr ganz ausfiel. Bevor der Gymnasiumbetrieb im Jahr 1946 wieder aufgenommen wurde, haben viele von den älteren Schülern gearbeitet. "Vorwiegend bei den Amis als Barmixer oder Musiker", erinnert sich Franz Josef Mohr.

Als es dann mit der Schule weiterging war Lehrer Ortloff, der später Direktor am Münnerstädter Gymnasium wurde, ihr Klassenleiter. Die Klasse selbst, so erzählt Mohr, war eigentlich dreigeteilt: Ein Drittel kam damals aus Hammelburg, da die höheren Klassen hier in Kissingen unterrichtet wurden, ein Drittel kam aus Kissingen und der direkten Umgebung, und rund ein Drittel waren Schüler von Heimatvertriebenen, die hier ihr Abitur nachholten oder beendeten. So ergab sich auch die große Klassenstärke von 35 Schülern, von denen noch ein knappes Dutzend am Leben ist.

Allerdings, acht der Ehemaligen aus der 9B sind inzwischen weit weg, oder nicht mehr sehr fit, so dass sie nicht am Klassentreffen teilnehmen konnten. Nur die beiden Kissinger Mohr und Seitz und der extra aus Leverkusen angereiste Dieter Pawelik nahmen am Treffen teil - alle drei brachten dazu ihre Frauen mit.

Einer der bekanntesten Schüler der 9B war Ernst-Günter Krenig, ein angesehener Heimathistoriker und Studiendirektor in Würzburg, der leider schon 2016 gestorben ist. Etliche andere der ehemaligen Mitschüler wurden angesehene Ärzte und Professoren. Peter Rauch

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