Herzogenaurach
Vergabe 

500 neue Wohneinheiten

Das Wettbewerbsverfahren der Grundstückspakete für den zweiten Bauabschnitt des Wohngebiets Herzo Base ist abgeschlossen. Der Stadtrat hat die Vergaben an die Baugenossenschaften respektive Bauträger beschlossen.
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Hinter dem Herzo-Base-Denkmal beginnt der zweite Bauaubschnitt.  Foto: Richard Sänger
Hinter dem Herzo-Base-Denkmal beginnt der zweite Bauaubschnitt. Foto: Richard Sänger
In nichtöffentlicher Sitzung hat der Stadtrat sämtliche Grundstückspakete für das Wohngebiet Herzo Base, zweiter Bauabschnitt, abschließend vergeben. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung hervor.
Vorausgegangen ist ein Bewerberverfahren, bei dem sich Baugenossenschaften, Bauträger beziehungsweise Privatinteressenten für verschiedene Grundstückspakete, unter anderem mit Vorschlägen für Fassaden und Grundrisse, schriftlich beworben haben. Die zu vergebenden Grundstückspakete umfassen Reihen- und Doppelhausbebauung sowie die verschiedenen Formen für den Geschosswohnungsbau, vor allem die großen Einheiten für den Miet- und Eigentumswohnungsbau, berichtet Bürgermeister German Hacker (SPD).


Aus der Region

Unabhängig von diesen Vergaben sind die bereits seit längerem direkt von der Stadt einzeln vergebenen Grundstücke für Einfamilienhäuser und ein kleiner Teil der Reihen- und Doppelhäuser nach den städtischen Vergabekriterien.
Nach dem Wettbewerbsverfahren für die jetzt vergebenen Grundstückspakete haben die Stadträte die durch die Verwaltung aufbereiteten Bewerbungen gesichtet, in mehreren Sitzungen intensiv beraten und die getroffene Auswahl nun endgültig beschlossen, heißt es in der Preesemitteilung. Hacker: "Es sind vor allem Baugenossenschaften beziehungsweise Bauträger aus der Region, die zum Zuge kommen werden."
Der Bürgermeister spricht von einem guten Mix, wovon letztlich die zukünftigen Mieter und Eigentümer profitieren sollen. Im Eigentumsbereich (Eigentumswohnungen und Reihenhäuser beziehungsweise Doppelhaushälften) wird es laut Hacker auch je eine kooperative Form der Planung und des Baus geben.
Nach den eingereichten Wettbewerbsunterlagen, die sich zwar noch dem Markt entsprechend etwas ändern könnten, aber als Kern verfolgt werden müssen, würde mit der Vergabeentscheidung und den bereits laufenden Einzelvergaben im zweiten Bauabschnitt nun insgesamt 496 Wohneinheiten entstehen. Diese teilen sich wie folgt auf: 31 Einfamilienhäuser, 80 Reihen- oder Doppelhäuser, 68 Eigentumswohnungen, 194 Mietwohnungen, darunter. 42 Sozialwohnungen, und 123 kleine Appartements im Boardingbereich. Insgesamt entstehen somit im zweiten Bauabschnitt des Wohngebiets Herzo Base voraussichtlich 496 Wohneinheiten.


Passus regelt Bedingungen

Die Bauträger und Baugenossenschaften sind beim Verkauf von Wohnungen und Reihen- oder Doppelhäusern per Stadtratsbeschluss daran gebunden, einem bestimmten Personenkreis Vorrang einzuräumen, wie die Stadtverwaltung weiter mitteilt.
Der beschlossene Passus hierzu lautet: "Ein Verkauf muss vorrangig an Personen erfolgen, die die Zugangsvoraussetzungen zum Erwerb eines Grundstückes nach den Richtlinien zur Vergabe von Baugrundstücken durch die Stadt Herzogenaurach erfüllen oder diese nur deswegen nicht erfüllen, weil sie bereits über Wohneigentum beziehungsweise Wohnbaugrundstücke in Herzogenaurach verfügen, aber bereit sind, sich im Rahmen des Grundstücks- bzw. Wohnungseigentumserwerb zu verpflichten, dieses Eigentum innerhalb von sechs Monaten nach Bezugsfertigkeit des Gebäudes zu veräußern. Personen, die außerhalb Herzogenaurachs über Wohneigentum oder Eigentum an Wohnbaugrundstücken verfügen, müssen sich verpflichten, dieses innerhalb von sechs Monaten nach Bezugsfertigkeit des Gebäudes zu veräußern. Die Käufer haben sich zu einem Selbstbezug des Wohnungsteileigentums zu verpflichten."
Für Interessenten der entstehenden Wohnungen bzw. Reihen- und Doppelhäuser werden die Kontaktdaten der Bauträger/Baugenossenschaften auf der städtischen Internetseite www.herzogenaurach.de ab Freitag, 13. Mai, veröffentlicht.
Für Bürgermeister German Hacker ist es sehr erfreulich, "dass nun, außer den konkreten Bauanträgen und dem Bau der Häuser, der hoffentlich spürbaren Entlastung des Herzogenauracher Wohnungsmarktes nichts mehr im Wege steht". Insbesondere die fast 200 Mietwohnungen, davon gut 40 als Sozialwohnungen, sollten laut Hacker ihre positive Wirkung erzielen.


Dritter Bauabschnitt folgt

Für den dritten Bauabschnitt, dessen Erschließung sich in der Planungsphase befindet, soll dann nochmals eine vergleichbar hohe Anzahl an Wohneinheiten entstehen. Die technische Erschließung dieses dritten und letzten Bauabschnitts soll im Jahr 2017 stattfinden. Die Vermarktung hierfür kann laut Pressemitteilung frühestens Ende 2017 beginnen. red
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