Höchstadt a. d. Aisch
höchstadt.inFranken.de 

500 Euro gehen an Madagaskar-Hilfe

Tanja Hock, Gründerin der "Mobilen Hilfe Madagaskar" (MHM) - einer Hilfsorganisation in diesem Inselstaat für schwangere Frauen und für Geburtshilfe - konnte beim Kellerbergverein Höchstadt eine großz...
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Kinder Luca Lennert, Jana Tuphorn, Emma Lukaszewicz, Luis Amtmann mit Tanja Hock, der Gründerin von MHM (v. l.) Foto: Dieter Gropp
Die Kinder Luca Lennert, Jana Tuphorn, Emma Lukaszewicz, Luis Amtmann mit Tanja Hock, der Gründerin von MHM (v. l.) Foto: Dieter Gropp

Tanja Hock, Gründerin der "Mobilen Hilfe Madagaskar" (MHM) - einer Hilfsorganisation in diesem Inselstaat für schwangere Frauen und für Geburtshilfe - konnte beim Kellerbergverein Höchstadt eine großzügige Spende in Höhe von 500 Euro entgegennehmen. Hock verbringt derzeit ihren Urlaub daheim in Deutschland.

Die gebürtige Schweinfurterin, die schon seit 14 Jahren in Madagaskar lebt, nutzt ihre Ferien dazu, in Veranstaltungen in der Region für die bisher geleistete finanzielle und personelle Unterstützung für MHM zu danken.

Neben dem Leiter des Kellerbergvereins, Karsten Wiese, nahmen Bürgermeister Gerald Brehm, Stadtpfarrer Kilian Kemmer und Pastoralreferentin Monika Urbasik an der Übergabe teil. Wiese schilderte, wie sich während des Kellerbergfestes zwei Mädchen und zwei Jungen - Kinder von Vereinsmitgliedern - aufmachten, die leeren Flaschen und Gläser von den Tischen zu räumen, zu säubern und dem erneuten Gebrauch wieder zuzuführen. Das Geld, welches die Kinder Jana Tuphorn, Emma Lukszewicz, Luis Amtmann und Luca Lennert dafür bekamen, wollten sie für einen guten Zweck spenden.

Die Vereinsleitung um Wiese griff das Anliegen auf und erweiterte die Initiative durch eine Spendenbox in Form eines Bier-Fässchens auf dem Stammtisch, die sich ebenfalls während des Keller-Bergfestes gut füllte. Den Gesamtbetrag in Höhe von 500 Euro durften die Kinder voller Stolz an Tanja Hock für MHM übergeben.

Die Bevölkerung Madagaskars besteht zur Hälfte aus unter 15-Jährigen. Das seien sehr, sehr viele Kinder. "Wir organisieren für sie u. a. medizinische Hilfe, denn die Mehrheit der Bevölkerung kann sich das finanziell nicht leisten. Viele Leute wohnen außerdem in entlegenen Gebieten, und Straßen dahin gibt es kaum. Eure Spende ist bei uns viel, viel Geld", betonte Tanja Hock. "Wir behandeln im Jahr 40 000 Mütter und Kinder, wollen jedoch nicht nur ,Feuer löschen', sondern den Kindern auch einmal in der Woche ,ihren Moment' geben, bei dem sie selbst im Mittelpunkt stehen. Dafür brauchen wir pro Person deutlich weniger als zehn Euro. Mit diesen 500 Euro können wir ganz schön etwas bewegen."

Kemmer überraschte mit der Idee, die MHM bei der jährlichen Soli-Brotaktion an den Höchstadter Schulen in die Patenschaft einzubeziehen. Im nächsten Jahr könnte das schon starten."

Hock bedankte sich und bat die vier Kinder, zu entscheiden, ob diese Spende in die medizinische Arbeit fließen oder ob damit notleidenden Familien geholfen werden solle? "Wir haben ganz aktuell eine Familie, in der die Mama gestorben ist. Die beiden Kinder können nun nicht mehr in die Schule gehen, weil das Geld fehlt. Mit eurem Geld könnten wir diese beiden Kinder wieder ein Jahr in die Schule schicken!" So versuche MHM, auch Notfälle sofort in den Griff zu bekommen." Dieter Gropp

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren