Redwitz

50 bis 175 Mal Blut für andere gespendet

In der Redwitzer Bürgerversammlung blickte Bürgermeister Christian Mrosek auf das vergangene Jahr in der Gemeinde zurück. Die Schulden wurden ihm zufolge um rund 154 000 Euro getilgt und damit auf ins...
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In der Bürgerversammlung wurden langjährige Blutspender geehrt (von links): Christine Husli (100 Blutspenden), Helga Biesenecker (50), Monika Schedel (75), Kerstin Schmidt (75) und Jürgen Feiner (175) mit (von rechts) Traute Sachs (stellvertretende Leiterin Blutspende), Bürgermeister Christian Mrosek und BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak (links hinten) Foto: Thomas Micheel
In der Bürgerversammlung wurden langjährige Blutspender geehrt (von links): Christine Husli (100 Blutspenden), Helga Biesenecker (50), Monika Schedel (75), Kerstin Schmidt (75) und Jürgen Feiner (175) mit (von rechts) Traute Sachs (stellvertretende Leiterin Blutspende), Bürgermeister Christian Mrosek und BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak (links hinten) Foto: Thomas Micheel

In der Redwitzer Bürgerversammlung blickte Bürgermeister Christian Mrosek auf das vergangene Jahr in der Gemeinde zurück. Die Schulden wurden ihm zufolge um rund 154 000 Euro getilgt und damit auf insgesamt rund 1,1 Millionen Euro reduziert.

Mrosek gab auch einen Überblick über die Haushaltssituation. Im vergangenen Jahr habe sich der Haushalt der Gemeinde dank fließender Gewerbesteuereinnahmen positiv entwickelt. Beschlossen wurde in den Haushalten der Gemeinde, des Schulverbands und der Verwaltungsgemeinschaft (VG) eine Gesamtsumme von rund 16,6 Millionen Euro.

Aufgaben im sozialen Bereich

Die größten Ausgaben im Verwaltungshaushalt der Gemeinde benannte Mrosek mit der Gewerbesteuerumlage (540 000 Euro), der Kreisumlage (2 Millionen Euro), der allgemeinen Umlage an den Zweckverband der VG (756 000 Euro) und der Schulverbandsumlage (346 000 Euro). Die Gesamtsumme belaufe sich auf rund 3,7 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr mit rund 3,3 Millionen Euro.

Die Aufgaben des Kreises und des Bezirks Oberfranken steigen ständig - vor allem im sozialen Bereich, wie Mrosek ausführte. Schon jetzt wisse man, dass Redwitz als einzige Gemeinde im Landkreis Lichtenfels keine Schlüsselzuweisung erhalten werde.

Ein Teil der vorhandenen Rücklage in Höhe von rund 4,7 Millionen Euro im Jahr 2019 sei für anstehende Investitionen eingesetzt worden. Die Rücklage belaufe sich derzeit auf 2,9 Millionen Euro. Das seien etwa 800 000 Euro mehr als ursprünglich geplant, da aufgrund voller Auftragsbücher nicht alle Bauvorhaben abgeschlossen oder teils erst begonnen werden konnten.

Neben den laufenden Unterhaltsmaßnahmen habe die Gemeinde zudem einige Einzelmaßnahmen durchgeführt. Unter anderem wurde der Stellplatz der Feuerwehr Unterlangenstadt (mit Außenflächen) neu gebaut.

Arbeiten am Dorfmittelpunkt

Wie in den Jahren zuvor habe das Thema Ortskernsanierung - mit dem Bau des Bürgerhauses und der Sanierung des Marktplatzes (beziehungsweise des Hölleinplatzes) - einen großen Platz in den Beratungen und Diskussionen eingenommen. Von der geschätzten Bausumme in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro werde die Gemeinde rund 1,8 Millionen Euro aus einem Förderprogramm erhalten. Anschließend werde der komplette Marktplatz (einschließlich Hölleinplatz) bis September 2020 als Dorfmittelpunkt fertiggestellt.

Fragen der Bürger

Bemängelt wurde bei der Aussprache der Zustand des Freibadparkplatzes. Der Abwasserkanal sei zu klein, um das Oberflächenwasser abzuführen. Der Bürgermeister erklärte, dass der Parkplatz nach der Bauphase "Gässla" hergerichtet werden solle. Zudem liegt nach Aussage von Joachim Stefan vom gemeindlichen Baubüro eine Machbarkeitsstudie für die Sanierung des Freibads vor, die auch die Befestigung des Parkplatzes vorsieht.

Nicht verstehen konnten einige der Anwesenden, warum es bei den geplanten Baukosten zu Überschreitungen kommt. Hierzu meinte Stefan, dass dies zum einen an den sehr formalen Vergabevorschriften hänge und zum anderen die Baukosten explodiert seien. Zudem unterliege man gewissen Vorgaben. Mrosek informierte auf Anfrage, dass über den behindertengerechten Eingang ins Mehrzweckgebäude Mannsgereuth in der nächsten Gemeinderatssitzung entschieden werde.

Ebenfalls gefragt wurde nach einer öffentlichen E-Ladestation in der Gemeinde. Damit könne man sich befassen und werde Erkundigungen einholen, sagte Mrosek zu. che

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