Neudrossenfeld

444 Jungmeister verabschiedet: Einer der besten kommt aus Pechgraben

stephan herbert fuchs Das oberfränkische Handwerk ist stolz auf exakt 444 junge Meisterinnen und Meister. Am Samstag haben die 85 Damen und 359 Herren aus a...
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Andreas Schülein (Zweiter von rechts) aus Pechgraben bei Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach wurde bei der oberfränkischen Jungmeisterfeier als einer der vier besten Absolventen geehrt. HWK-Präsident Thomas Zimmer und Regierungspräsidentin Heidrun Piewernetz (von links) sowie HWK-Vizepräsident Karl Peter Wittig (rechts) gehörten zu den ersten Gratulanten. Foto: Fuchs
Andreas Schülein (Zweiter von rechts) aus Pechgraben bei Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach wurde bei der oberfränkischen Jungmeisterfeier als einer der vier besten Absolventen geehrt. HWK-Präsident Thomas Zimmer und Regierungspräsidentin Heidrun Piewernetz (von links) sowie HWK-Vizepräsident Karl Peter Wittig (rechts) gehörten zu den ersten Gratulanten. Foto: Fuchs
stephan herbert fuchs

Das oberfränkische Handwerk ist stolz auf exakt 444 junge Meisterinnen und Meister. Am Samstag haben die 85 Damen und 359 Herren aus allen Teilen des Regierungsbezirks in der Bayreuther Oberfrankenhalle ihre Meisterbriefe ausgehändigt bekommen. Als einer der vier besten Absolventen wurde der Kraftfahrzeugtechniker Andreas Schülein aus Pechgraben bei Neudrossenfeld ausgezeichnet.
Alle Absolventen gehören ab sofort zur neuesten Generation von Handwerksmeistern, die auch dringend gebraucht werde, sagte Handwerkskammerpräsident Thomas Zimmer. Denn jeder fünfte Betrieb in Oberfranken suche in den kommenden zehn Jahren einen Nachfolger. "Das sind immerhin gut 3000 Betriebe, die auf Menschen mit der Qualifikation und der Leidenschaft der jungen Meister warten", so Zimmer.
Die Meisterprüfung ist die weltweit einzigartige, wertbeständige Garantieurkunde für große meisterliche Qualität und höchstes Anspruchsniveau", sagte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Thomas Koller. Der Meisterbrief sei nach wie vor der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit, der wichtigste Faktor für eine erfolgreiche Unternehmensgründung und eine hervorragende Basis für den weiteren beruflichen Aufstieg.
Die Meisterfeier des oberfränkischen Handwerks stand diesmal unter dem Motto "Die ganze Welt beneidet uns. Um Euch". Damit sollte vor allem darauf hingewiesen werden, dass der Meisterbrief nicht nur in Deutschland, sondern auch international höchstes Ansehen genießt. "Ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten werden überall verstanden, auch in den Ländern, in denen nicht deutsch gesprochen wird", sagte Hauptgeschäftsführer Koller. Die Sprache des Handwerks werde auf der ganzen Welt verstanden.
Damit gehörten die Jungmeister auch international zu den Topqualifizierten, die mit ihrer Qualifikation in der Champions League spielen, so HWK-Präsident Zimmer. Auch in der Europäischen Union habe man mittlerweile die hohe Qualifikation und das große Potenzial, das in einem Handwerksmeister steckt, erkannt und deshalb den Meisterbrief auf das gleiche Leistungsniveau wie den Bachelor gestellt.
"Aktuell brummt die Konjunktur im oberfränkischen Handwerk", sagte Zimmer. Damit dies auch so bleibt, müssten allerdings auch künftig genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen. Genau das sei die zentrale Herausforderung für das oberfränkische Handwerk. Die aktuelle Entwicklung zeige ganz deutlich, dass es immer schwieriger werde, geeignete Fach- und Nachwuchskräfte zu gewinnen. Trotz der hohen Ausbildungsquote beklagten viele Betriebe zunehmend einen Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften.


"Wir sind die Zukunft"

Die Dankesworte für alle 444 Jungmeister sprach der Maler und Lackierer Oliver Hanft aus Memmelsdorf im Landkreis Bamberg. Hanft ist einer von vier Absolventen, die in allen vier Teilen der Meisterprüfung die Note 1 erzielt hatten. "Wir sind die Zukunft des deutschen Handwerks", sagte er selbstbewusst. Er appellierte aber auch an alle seine Handwerkskollegen, bescheiden zu bleiben, die Ratschläge erfahrener Handwerksmeister und Gesellen zu berücksichtigen und zu beherzigen.
Insgesamt hatten sich in den zurückliegenden zwölf Monaten 480 Prüfungskandidaten in 18 Berufen der Meisterprüfung unterzogen, 444 haben bestanden. Die mit Abstand am stärksten vertretenen Berufe waren die des Kraftfahrzeugtechnikers mit 109 Teilnehmern und des Friseurs, der Friseurin mit genau 100 Teilnehmern. Auf Platz 3 der Beliebtheitsskala folgt das Elektrotechnikerhandwerk mit 48 Teilnehmern.
Neben Oliver Hanft aus Memmelsdorf gehören zu den vier Besten: der Installateur und Heizungsbauer Dominik Vierthaler aus Helmbrechts, und die beiden Kraftfahrzeugtechniker Andreas Schülein aus Pechgraben bei Neudrossenfeld und Sandro Weid aus Burgkunstadt.
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