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Nordhalben
nordhalben.inFranken.de  60 Nordhalbener Wallfahrer machten sich auf den Weg nach Marienweiher.

42 Kilometer zur Ehre Gottes

Mit der Wallfahrt von Nordhalben nach Marienweiher wurde eine lange Tradition fortgesetzt. Alljährlich nehmen an Pfingsten die Wallfahrer unter der Leitung von Alfred Lunk und Daniel Köstner die Strap...
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Eine 50 Personen starke Gruppe machte sich am Pfingstmontag auf den Rückweg von Marienweiher nach Nordhalben.  Foto: Michael Wunder
Eine 50 Personen starke Gruppe machte sich am Pfingstmontag auf den Rückweg von Marienweiher nach Nordhalben. Foto: Michael Wunder

Mit der Wallfahrt von Nordhalben nach Marienweiher wurde eine lange Tradition fortgesetzt. Alljährlich nehmen an Pfingsten die Wallfahrer unter der Leitung von Alfred Lunk und Daniel Köstner die Strapazen auf sich und pilgern zur Basilika nach Marienweiher.

Am Pfingstmontag sagte der Pater, dass Maria, die Hüterin des Glaubens, einen ganz besonderen Platz im Gotteshaus, der Heimat für die Gläubigen, habe. Maria, die Mutter der Kirche, sei auch die Mutter der Menschen die sie geliebt und verehrt haben. Leider würden es im Laufe der Zeit immer weniger Menschen, die sich der Mutter zuwenden, dabei habe man dieser so viel zu verdanken. Es bahne sich eine mutterlose Kirche an, soweit dürfe es aber nicht kommen, so der Pater. Vor dem Auswallen wurden auch langjährige Wallfahrer ausgezeichnet. So konnte Frank Zillich für 40-malige Teilnahme eine Urkunde vom Pater in Empfang nehmen. Weiterhin wurden Michael Wolf (45 Mal) und der langjährige Wallfahrtsführer Bernd Wunder (55 Mal) ausgezeichnet.

Über 60 Wallfahrer machten sich am Sonntag um 2 Uhr in der Frühe auf die 42 Kilometer lange Strecke. Um 7 Uhr war in Schwarzenstein der erste Wallfahrergottesdienst, am Abend folgte ein Kreuzweg. Am Montag fand um 6 Uhr der Wallfahrergottesdienst in Marienweiher statt. Nach dem Frühstück machte man sich bei gutem Wetter auf dem Heimweg. Auf der gleichen Strecke fanden auf dem Heimweg noch eine Andacht und eine Rast in Schwarzenbach statt. Nach einem kurzen Regenschauer trafen die Wallfahrer am Abend wieder in Nordhalben ein, wo sie von Pfarrer Richard F. Reis in der Pfarrkirche empfangen wurden.

Geschichte der Wallfahrt

Die Nordhalbener Wallfahrt an Pfingsten hat eine lange Tradition. Dabei handelt es sich um eine Gelöbniswallfahrt, die auf das Jahr 1856 zurückzuführen ist. Nach dem großen "Brand von Nordhalben", wobei ein großer Teil des Ortes vernichtet wurde, gelobten die Bürger, als Dank für die große Hilfe um den Wiederaufbau des Ortes, alljährlich eine Wallfahrt zu begehen. Diese führte zunächst nach Maria Kulm im heutigen Tschechien, nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde Marienweiher als Wallfahrtsort auserkoren.

Michael Wunder

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