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4000 Euro für Herzenswünsche in der letzten Lebensphase

Noch einmal das Meer sehen, eine letzte Fahrt ins Fußballstadion zu einem Spiel des Lieblingsvereins, ein gemeinsamer Ausflug mit der Familie oder ein Theaterbesuch - schwerkranke Menschen mit einer p...
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Mit einer Spende von 4000 Euro möchte die Raiffeisenbank Obermain-Nord dazu beitragen, dass die letzten Wünsche todkranker Menschen in Erfüllung gehen können. Namens des ASB-Regionalverbandes Coburg, der das ehrenamtliche Projekt "Wünschewagen" betreut, bedankten sich Thomas Schwesinger (Zweiter von rechts) und Alexandra Müller (Zweite von links) bei den Vorstandsmitgliedern der Bank, Thomas Siebenaller (links) und Karl Josef Brunner (rechts). Foto: Bernd Kleinert
Mit einer Spende von 4000 Euro möchte die Raiffeisenbank Obermain-Nord dazu beitragen, dass die letzten Wünsche todkranker Menschen in Erfüllung gehen können. Namens des ASB-Regionalverbandes Coburg, der das ehrenamtliche Projekt "Wünschewagen" betreut, bedankten sich Thomas Schwesinger (Zweiter von rechts) und Alexandra Müller (Zweite von links) bei den Vorstandsmitgliedern der Bank, Thomas Siebenaller (links) und Karl Josef Brunner (rechts). Foto: Bernd Kleinert

Noch einmal das Meer sehen, eine letzte Fahrt ins Fußballstadion zu einem Spiel des Lieblingsvereins, ein gemeinsamer Ausflug mit der Familie oder ein Theaterbesuch - schwerkranke Menschen mit einer palliativen Diagnose haben in der letzten Lebensphase oft nur noch einen Herzenswunsch. Mit seinem Wünschewagen hilft der Regionalverband Coburg des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), diese zu erfüllen. Es ist ein auf ehrenamtlichem Engagement basierendes Projekt, das die Raiffeisenbank Obermain-Nord jetzt mit einer Spende von 4000 Euro unterstützen möchte.

Wie Bankvorstand Thomas Siebenaller bei der Übergabe des symbolischen Schecks betonte, sei der Betrag für die Schulung der Mitarbeiter und die Ausstattung des Wagens, der in ganz Franken eingesetzt werde, bestimmt. Der Coburger Wünschewagen ist einer von 22 ASB-Spezialfahrzeugen, die bundesweit unterwegs sind.

"Spezielle Stoßdämpfer, eine Musikanlage sowie ein harmonisches Konzept aus Licht und Farben lassen die Reise für den Fahrgast zu einem angenehmen Erlebnis werden", erklärte Thomas Schwesinger. Eine verspiegelte Rundum-Verglasung bietet nach den Worten des Geschäftsführers des ASB-Regionalverbandes Coburg einen Panorama-Blick in die Umgebung. Darüber hinaus verfügen alle Wünschewagen über eine moderne notfallmedizinische Ausstattung, so dass bei Bedarf sofort geholfen werden kann.

"Besetzt ist der Wagen mit Frauen und Männern, die im medizinischen Bereich tätig sind, darunter Krankenschwestern, Arzthelferinnen sowie Mitarbeiter der Rettungsdienste und der Hospizbetreuung", erläuterte Alexandra Müller, die beim ASB-Regionalverband die Abteilung "Hausnotruf" leitet und für die Koordination des Projekts "Wünschewagen" zuständig ist. Zum ehrenamtlichen Team gehörten derzeit 40 "Wunscherfüller".

Zwei- bis dreimal pro Woche sei der Wagen in Franken unterwegs, um die letzten Wünsche Schwerstkranker zu erfüllen. Das Wunschziel, sagte Alexandra Müller, bleibe dem Fahrgast überlassen. Kosten würden für diesen und eine Begleitperson nicht anfallen.

Wunschanfragen könnten vom Wünschenden selbst oder einem Angehörigen gestellt werden. Wichtig sei, dass der Fahrgast transportfähig ist.

Das Projekt "Wünschewagen" wird ausschließlich mit Spenden finanziert. bkl

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