Coburg

40 Stadtrats-Kandidaten, aber (noch) keinen für den OB

Die Jungen Coburger (JC) wollen wieder eine eigene Stadtratsfraktion stellen. Dieses Ziel nannte Vorsitzender Maximilian Forkel bei Versammlung zur Nominierung der Stadtratskandidaten. In der ablaufen...
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Die Jungen Coburger (JC) wollen wieder eine eigene Stadtratsfraktion stellen. Dieses Ziel nannte Vorsitzender Maximilian Forkel bei Versammlung zur Nominierung der Stadtratskandidaten. In der ablaufenden Wahlperiode hatten die Jungen Coburger zunächst eine Ausschussgemeinschaft mit FDP und ÖDP gebildet. Im März 2015 hatten sich dann der CSU-Fraktion angeschlossen.

Forkel verwies darauf, dass die JC in den vergangenen Monaten "einen gelungenen Mitmach-Prozess" durchgezogen hätten. Unter dem Motto "Dein Coburg - unser Programm - Du bist dran!" habe die Gruppe zahlreiche Wünsche und Anregungen der Bürger entgegennehmen können.

In der Wahlperiode 2014-2020 sei es gelungen, die Ausweitung der Sperrzeiten in den Coburger Gaststätten zu verhindern, die sich "der überalterte Stadtrat" auf die Fahnen geschrieben habe. Die JC hätten auch junge Familien im Blick, betonte Kurt Knoch, wie Forkel Stadtratsmitglied. Mit knapper Mehrheit sei die Abschaffung des Kopiergelds an den Schulen durchsetzt worden. "Ohne uns würde zudem das Palmenhaus nicht mehr stehen. Wir liefern gleichzeitig kreative Ideen zur Aufwertung. Wir kämpfen für diese Einrichtung."

Auch das kostenfreie Freizeittickets im Coburger Stadtbusbetrieb für alle Schüler und Azubis ab 1. Januar 2020 schreiben sich die JC zugute. Ziel bleibe die kostenfreie Beförderung zur Schule, unabhängig von Kilometergrenzen.

Zusätzlich soll laut den Vorstellungen der JC ein enges Netz an ehrenamtlichen Schulwegbegleitern entstehen. Sie sollen Schüler nicht nur sicher über die Straßen bringen, sondern auf den Hauptrouten zu Fuß begleiten. Koordiniert werden soll das Ganze durch eine App. Eine Familien-App soll zudem einen besseren Überblick über die Angebote für Familien in Coburg verschaffen. "Wir wollen einen hauptamtlichen Kinder- und Jugendbeauftragten, denn die Anliegen der Kinder und Jugendlichen müssen uns das wert sein", machte Forkel deutlich.

Stolz sind die JC auch auf ihr Konzept zur Belebung der Itz: Es enthalte einen Radweg entlang der Itz mit verschiedenen Standpunkten wie Kanu-Strecke, stehende Welle oder Café - aber eben auch mit Abfahrmöglichkeiten zu den bislang nicht miteinander verbundenen Fahrradwegen. Forkel verwies auch auf den Antrag, die Stadtratssitzungen online zu streamen, der nächste Woche im Stadtrat behandelt werden soll.

Die Jungen Coburg wollen die Entwicklung Coburgs zur "Schwarmstadt" voranbringen und deshalb auch die Hochschule unterstützen. Forkel erinnerten an Lösungsansätze für ein verbessertes Parken und den erfolgreichen Einsatz für eine Busanbindung alle 15 Minuten.

Auch für eine starke Wirtschaft sei es wichtig, junge Leute in die Stadt zu bringen, betonte Kurt Knoch. Außerdem stellen sich die Jungen Coburger gegen eine Erhöhung der Gewerbesteuer. Auch müsse die neue Stadtspitze einen guten Umgang mit den heimischen Unternehmen pflegen. Dazu zählt für die JC ein "optimiertes Ansiedlungsmanagement", damit Coburg "für Macher, Kreative, Gründer attraktiver" werde.

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