Höchstadt a. d. Aisch
Neubauten

36 geförderte Wohnungen und ein BRK-"Studentenwohnheim"

Andreas Dorsch Von Anfang an waren im Baugebiet Lehmgrube im Ortsteil Etzelskirchen auch Mehrfamilienhäuser geplant. An der Nahtstelle zwischen dem schon etwas älteren Gebiet um das BRK-Altenheim und ...
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Auf diesen freien Grundstücken in Etzelskirchen sind die Mehrfamilienhäuser geplant.  Foto: Andreas Dorsch
Auf diesen freien Grundstücken in Etzelskirchen sind die Mehrfamilienhäuser geplant. Foto: Andreas Dorsch
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Andreas Dorsch Von Anfang an waren im Baugebiet Lehmgrube im Ortsteil Etzelskirchen auch Mehrfamilienhäuser geplant. An der Nahtstelle zwischen dem schon etwas älteren Gebiet um das BRK-Altenheim und dem neu ausgewiesenen angrenzenden Gelände im Westen sollte so auch bezahlbarer Wohnraum entstehen.

Auf einem Teil dieser im Bebauungsplan ausgewiesenen Fläche für Mehrfamilienhäuser baut die zur Rosic-Unternehmensgruppe aus Baiersdorf gehörende Sowo-Bau GmbH jetzt Sozialwohnungen.

Wie Thomas Wagner aus der Sowo-Bau-Geschäftsführung auf Anfrage des FT erklärt, sind an der Straße Hechtsprung drei identische Mehrfamilienhäuser mit jeweils zwölf Wohnungen geplant. Die unterschiedlich großen Wohnungen sollen ausschließlich vermietet werden.

In den Genuss der Wohnungen kommen aber nur Menschen und Familien mit geringerem Einkommen. Um eine solche staatlich geförderte Wohnung mieten zu können, müssen die Interessenten einen vom Landratsamt ausgestellten Wohnberechtigungsschein vorweisen. Wer dann in die Wohnungen einziehen darf, entscheidet der Bauträger.

Wie Thomas Wagner mitteilt, soll Baubeginn des ersten Hauses am Hechtsprung im Oktober sein. Ende 2020/Anfang 2021 dürften die ersten Mieter einziehen können. Die Mieten werden unter zehn Euro pro Quadratmeter liegen. Es gebe auch schon Anfragen, sagt Wagner.

Bürgermeister Gerald Brehm (JL) freut sich, mit der Firma Sowo-Bau einen Investor zu haben, der im Sozialen Wohnungsbau in Höchstadt aktiv wird. Dass der Begriff "sozial" bei manchen Menschen Befürchtungen aufkommen lässt, hält Brehm zwar für möglich, möchte hier die eine oder andere Vermutung aber bereits im Keim ersticken. Der Bauträger habe schon ein Interesse daran, gute Mieter zu bekommen. Brehm erinnert auch daran, dass die Stadt ihre Grundstücke ebenfalls nach einem Sozialmodell vergibt.

In der Nachbarschaft dieser drei Mehrfamilienhäuser sieht der Bebauungsplan noch drei weitere vor. Zwei stehen noch zur Diskussion, eines wird der BRK-Kreisverband errichten. "Wir planen auf einem 1033 Quadratmeter großen Grundstück Unterkünfte für 31 Mitarbeiter", sagt BRK-Kreisgeschäftsführerin Beate Ulonska. In Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen werden Wohngemeinschaften eingerichtet.

Man habe jetzt schon 30 Auszubildende in der Altenpflege, die teilweise auch international rekrutiert werden. Damit Azubis aus bestimmten Ländern überhaupt ein Visum bekommen, müssen sie Wohnraum nachweisen, sagt Ulonska, "da haben wir die Flucht nach vorne angetreten". Jetzt baut das BRK eine Art Studentenwohnheim. Es sei ein Glücksfall gewesen, in der Nähe der Senioreneinrichtung von der Stadt ein Grundstück für ein solches Wohnheim zu bekommen.

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