Neunkirchen am Brand
neunkirchen.inFranken.de  Rund 100 Personen der Pfarrei St. Michael machten sich auf den Weg.

35. Fußwallfahrt nach Gößweinstein

Frühmorgens um 4 Uhr verdeutlichte Wallfahrtsführer Willi Geist in der Kirche St. Michael in Neunkirchen am Brand das Leitthema "Meine Freude ist es, bei den Menschen zu sein" (Spr 8,31), in dem er da...
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Die geehrten Wallfahrer aus Neunkirchen Foto: Wolfgang Dörrfuß
Die geehrten Wallfahrer aus Neunkirchen Foto: Wolfgang Dörrfuß

Frühmorgens um 4 Uhr verdeutlichte Wallfahrtsführer Willi Geist in der Kirche St. Michael in Neunkirchen am Brand das Leitthema "Meine Freude ist es, bei den Menschen zu sein" (Spr 8,31), in dem er darauf hinwies, dass dieser Spruch in lateinischer Sprache ("Deliciae meae esse cum filiis hominum") in einem Medaillon über dem Altar in St. Michael für alle sichtbar eingraviert ist. Er ist der Leitfaden für die Gebete und Gottesdienste dieser Wallfahrt nach Gößweinstein.

Mit dem Segen von Pfarrer Joachim Cibura zog das pilgernde Gottesvolk durch das von Dunkel eingehüllte Neunkirchen in Richtung Hetzles, wo sich am Himmel bereits ein wunderschönes Morgenrot ausgebreitet hatte. Nach dem Anstieg auf den Hetzles leuchtete die Sonne schon hell strahlend im Osten. Bei noch kühlen Temperaturen führte der Weg weiter über Regensberg zu einer Station bei der Kapelle von Oberehrenbach, die der Hl. Dreifaltigkeit geweiht ist. Hier wies Willi Geist u. a. darauf hin, dass dies die 35. Wallfahrt seit der Wiederbelebung 1984 ist, aber Neunkirchener schon seit 1642 nach Gößweinstein pilgern, wie es in einer Urkunde festgehalten ist.

Nach einer kleinen Verschnaufpause im und neben dem Kirschgarten vor Haidhof pilgerte die große Gruppe nach Egloffstein, den Abhang des Trubachtales hinauf, weiter nach Affalterthal, über Bieberbach nach Türkelstein.

Hier freuten sich bei der inzwischen großen Hitze alle darauf, dass die Gönnerin der Wallfahrt, Luitgard Grau, wie jedes Jahr gekühltes Mineralwasser bereitgestellt hatte. Nach Mittag bot sich dann den Pilgern bei der sogenannten Nürnberger Kapelle ein wunderschöner Ausblick auf Gößweinstein mit seiner Burganlage.

Wie jedes Jahr seien die 30 Kilometer laut Bericht der Pfarrgemeinde keine "unmenschliche" Anstrengung, weil die gemeinsamen Gebete und gesungenen Lieder wie die vorgetragenen Meditationstexte nicht nur die Zeit schnell vorüber gehen, sondern auch körperliche Müdigkeit vergessen ließen. Beim Kreuzweg, der Marienandacht und dem Wallfahrtsgottesdienst schlossen sich noch die Buswallfahrer und andere, die mit dem Auto nachgekommen waren, an, so dass eine große Gemeinschaft aus der Pfarrei St. Michael diese Wallfahrt trug. Der Rückweg am nächsten Tag auf dem gleichen Weg habe das Gemeinschaftsgefühl und die Spiritualität gestärkt. Weitere Stationen in der Kirche von Bieberbach, bei der Kapelle bei Oberehrenbach und beim Empfang durch Pfarrer Joachim Cibura an der Kapelle in Baad hätten den Glaubenshorizont erweitert.

Dank an Helfer und Organisatoren

Nach dem Segen in St. Michael bedankten sich die beiden Organisatoren, Georg Schmitt und Willi Geist, bei allen Helfern. Beiden wurde dann viel Beifall zuteil, weil sie bereits 35 Jahre ununterbrochen diese Wallfahrt ehrenamtlich organisieren und jedes Jahr dabei waren. "Dies", so meinte Willi Geist bei der Vornahme der Ehrungen, "sei eine unglaubliche Gnade Gottes, dafür kann man nur dankbar sein."

Die Ehrungen zum Abschluss der Wallfahrt: für 35-malige Teilnahme Veronika Beierlorzer, Wilhelm Geist, Gundi Moser, Rupert Polster, Georg Schmitt, Marianne Schmitt, Maria Vykydal, Marianne Weber; für 30-malige Teilnahme: Liane Eichenlaub, Theresa Eichenlaub, Heinz Körber, Richard Nepf; für 25-malige Teilnahme: Kristina Müller; für 20-malige Teilnahme: Mathilde Hemmerlein, Gabi Rossak, Rudi Will. Sebastian Kufner

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