Forchheim
Jahresbilanz

34 Opfer wandten sich an den Weißen Ring

Die Außenstelle Forchheim des Weißen Rings blickt auf ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr zurück. Neben der Opferarbeit, die den größten Teil aller ehrenamtlichen Mitarbeiter einnimmt, standen ...
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Die Außenstelle Forchheim des Weißen Rings blickt auf ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr zurück. Neben der Opferarbeit, die den größten Teil aller ehrenamtlichen Mitarbeiter einnimmt, standen laut Pressemitteilung wieder besondere Ereignisse im Fokus der Außenstelle.

Für die ehrenamtliche Opferarbeit konnten zwei neue Mitarbeiter gewonnen werden, die bereits die ersten Schulungen erfolgreich abgeschlossen haben und die Leiterin Monika Vieth unterstützen.

Ein wichtiges Ereignis war die Verlegung der Sprechstunden und Treffen der Mitarbeiter in die Spitalstraße 2, Forchheim, beim Kinderschutzbund. Über 40 Sprechstunden und Opferberatungen wurden 2018 von dem Team durchgeführt. "34 Opfer, die sich an uns gewandt haben, waren sehr dankbar für unsere Hilfe und Unterstützung", teilt Monika Vieth mit, " Schicksale, die uns immer wieder fordern: sexueller Missbrauch, versuchte Tötung, Vergewaltigung, Körperverletzung und Stalking." Es seien immer wieder bewegende Berichte von Hilfesuchenden, die die Ehrenamtlichen, auch nach jahrelanger Erfahrung in der Opferarbeit, bewegen würden. "Wir suchen gemeinsam nach Möglichkeiten und Wegen, einen erfolgreichen Neustart in ein gewaltfreies Leben zu finden", erläutert die Leiterin der Forchheimer Außenstelle.

Opferfälle 2015 bis 2017

Aber auch noch nicht abgeschlossen Opferfälle aus den Jahren 2015 bis 2017 werden von den für die Opferarbeit ausgebildeten Ehrenamtlichen weiter betreut, oft über Jahre.

Ein herausragendes Ereignis war die Verleihung des Bayerischen Verdienstordens an die Leiterin Monika Vieth. In der Laudatio würdigte der Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ihre fast 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit bei der Opferhilfeorganisation.

Auf der Feier zum 20. Jubiläum des Vereins Brückla im Oktober wies der Vorsitzende Jürgen Hellmann auf die jahrelange Verbundenheit beider Vereine hin. Viel Beachtung fand auch wieder der Info-Stand auf der Messe "Seniofit" im Klinikum Forchheim. Auch am Internationalen "Tag gegen Gewalt an Frauen" war der Weiße Ring beteiligt.

Mit Bußgeldzuweisungen der Gerichte, Spenden und Mitgliedsbeiträgen konnte 2018 vielen Opfern auch finanziell geholfen werden. Im Landkreis Forchheim hat der Weiße Ring die Unterstützung einiger Präventionsmaßnahmen bereits für 2019 geplant.

Zurzeit unterstützen 145 Mitglieder die Opferarbeit der Außenstelle Forchheim. Ein Wunsch für das neue Jahr ist, weitere Bürger als Mitglieder für den Verein zu gewinnen. Für monatlich 2,50 Euro können Interessierte die Organisation unterstützen.

Das kostenlose Opfer-Telefon 116006 ist täglich, auch an Wochenenden und Feiertagen, von 7 bis 22 Uhr, besetzt. Sprechstunden der Außenstelle Forchheim nach telefonischer Vereinbarung unter Telefon 09545/509099. red

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