Lichtenfels

33 Jahre für Kinder, Jugendliche und Familien eingesetzt

Alfred Thieret Im Rahmen einer Feierstunde wurde am Mittwoch der Leiter der Erziehungsberatungsstelle des Kreis-Caritasverbandes Lichtenfels, Hans Berwanger...
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Verabschiedung des Leiters der Caritas-Erziehungsberatungsstelle (von links): Verwaltungsleiter Heribert Träger, 2. Kreiscaritas-Vorsitzender, Dekan Michael Schüpferling, Albert Kempf, Hans Berwanger, seine Frau Ingrid und der Caritas-Geschäftsführer Richard Reich Foto: Alfred Thieret
Verabschiedung des Leiters der Caritas-Erziehungsberatungsstelle (von links): Verwaltungsleiter Heribert Träger, 2. Kreiscaritas-Vorsitzender, Dekan Michael Schüpferling, Albert Kempf, Hans Berwanger, seine Frau Ingrid und der Caritas-Geschäftsführer Richard Reich Foto: Alfred Thieret
Alfred Thieret

Im Rahmen einer Feierstunde wurde am Mittwoch der Leiter der Erziehungsberatungsstelle des Kreis-Caritasverbandes Lichtenfels, Hans Berwanger, im Beisein zahlreicher Ehrengäste nach 33-jähriger Dienstzeit in Lichtenfels in den verdienten Ruhestand verabschiedet.
Mit Hans Berwanger müsse man ein Urgestein der Caritas im Landkreis Lichtenfels verabschieden, betonte der Caritas-Kreisgeschäftsführer Richard Reich in seiner Laudatio und skizzierte kurz dessen beruflichen Werdegang. Nach dem Abschluss des Psychologiestudiums im Jahre 1978 in Regensburg habe er verschiedene Tätigkeiten ausgeübt und sei unter anderem als leitender klinischer Psychologe an der Bayerwald-Kurklinik in Cham tätig gewesen, bevor er am 1. Oktober 1983 seinen Dienst als Leiter der Erziehungsberatungsstelle der Caritas Lichtenfels antrat, die sich damals noch im Pabstenweg befand und die er bis zum Schluss innehatte. "Sie haben in den zurückliegenden 33 Jahren mehr als nur einen Job gemacht, sondern Ihr Herz, Ihren Elan, Ihre Kreativität, Ihr Wissen und Ihre Begeisterungsfähigkeit für Kinder, Jugendliche und Familien eingebracht", lobte Richard Reich. Die Sorge um die Nöte von Kindern und Familien hätten immer im Mittelpunkt seines Handelns gestanden.
Auch aus diesem Anliegen heraus habe Hans Berwanger das Lehrbuch "Die Eltern-Schule" mit dem Ziel geschrieben, Kinder für das Leben stark zu machen. Dieses pädagogische Handbuch sei sogar ins Chinesische übersetzt worden.
Der Psychologe sei in verschiedenen Amtsperioden Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Landkreises gewesen, habe an Erziehungsratgebern mitgeschrieben, Fortbildungsreihen für Kindertagesstätten organisiert und durchgeführt und habe sich stets an den pädagogischen Erfordernissen unserer Zeit orientiert.
Die vielfältigen gesellschaftlichen Veränderungen hätten oft zu Überforderungen von Familien geführt, die unter der Leitung von Herrn Berwanger in der Erziehungsberatungsstelle immer einen kompetenten Beistand gefunden hätten. Für seine Verdienste als Leiter der Einrichtung und für sein pädagogisches Anliegen für die Menschen im Landkreis sei Hans Berwanger bereits mit den Ehrenzeichen in Silber und Gold ausgezeichnet worden.


Übergänge begleiten

Dipl.-Psychologe Albert Kempf, der Nachfolger von Hans Berwanger, machte deutlich, dass die Erziehungs- und Familienberatung für viele Menschen eine Instanz sei, an die sie sich in Übergangs- und Wendepunktsituationen wenden würden und wo Übergänge begleitet würden. Der heutige Tag bedeute aber sowohl für Hans Berwanger als auch für seine Mitarbeiter einen Übergang. Der bisherige Kollege nehme Abschied vom Berufsleben und beginne einen neuen Lebensabschnitt. Er gebe Anlass, zurückzublicken, sich an Erreichtem zu freuen, aber auch weitere Pläne zu entwerfen und neue Ziele für die Zukunft festzulegen.
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