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Steinbach am Wald
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3078 Stück Rehwild wurden erlegt

In der Rennsteighalle in Steinbach am Wald fand die Hegeschau der Kreisgruppe Kronach im Bayerischen Jagdschutz- und Jägerverband statt. Organisator und Ausrichter war die Hegegemeinschaft Ludwigsstad...
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Die Hegeschau in der Rennsteighalle Wald fand großes Interesse. Im Bild bei der Eröffnung von links Eckhard J. Schneider (2. Vorsitzender BJV-Kreisgruppe), Markus Wich (WBV Rothenkirchen-Kronach), Johannes Haase (Hegegemeinschaft Ludwigsstadt), Erwin Schwarz (BBV-Kreisobmann), Landrat Klaus Löffler, Bernhard Schmitt (1. Vorsitzender BJV-Kreisgruppe). Foto: K.- H. Hofmann
Die Hegeschau in der Rennsteighalle Wald fand großes Interesse. Im Bild bei der Eröffnung von links Eckhard J. Schneider (2. Vorsitzender BJV-Kreisgruppe), Markus Wich (WBV Rothenkirchen-Kronach), Johannes Haase (Hegegemeinschaft Ludwigsstadt), Erwin Schwarz (BBV-Kreisobmann), Landrat Klaus Löffler, Bernhard Schmitt (1. Vorsitzender BJV-Kreisgruppe). Foto: K.- H. Hofmann

In der Rennsteighalle in Steinbach am Wald fand die Hegeschau der Kreisgruppe Kronach im Bayerischen Jagdschutz- und Jägerverband statt. Organisator und Ausrichter war die Hegegemeinschaft Ludwigsstadt, allen voran Hegeleiter Johannes Haase, der sich überwältigt vom großen Interesse zeigte. Er konnte zu der Hegeschau zahlreiche Ehrengäste begrüßen.

Nach musikalischer Eröffnung des BJV-Bläsercorps der Kreisgruppe Kronach unter Leitung von Klaus Rohleder hob Landrat Klaus Löffler die Bedeutung der Hegeschau und die Arbeit der Jägerschaft hervor. Er freute sich, dass zu diesem wichtigen Ereignis so großes Interesse bestand. Durch die öffentliche Hegeschau würden Jäger, Angler, Bauern, Waldbauern, Förster, Behördenvertreter wie Naturliebhaber "an einen Tisch gebracht".

Mit der Hegeschau wird die Durchführung der Abschusspläne überwacht. Der Abschussplan ist der behördlich genehmigte Jahresplan, der festlegt, wie viel Wild nach Art, Alter und Geschlecht in jedem Jagdrevier zu erlegen ist. Die Hegeschau dient aber auch der Kommunikation zwischen Jägerschaft und Landwirten.

Das Jagdjahr endet erst zum 31. März 2020. Daher bezifferte der Landrat die Abschusszahlen für das Jagdjahr 2018/2019. Es wurden 3078 Stück Rehwild erlegt (Vorjahr 3193). Die Rekordstrecke vom Vorjahr beim Schwarzwild von 2199 Stück konnte im vergangenen Abschussjahr mit 1809 Schwarzkitteln nicht erreicht werden, aber es ist die zweithöchste jemals dagewesene Strecke im Landkreis.

Die Polizeiinspektionen Kronach und Ludwigsstadt meldeten 625 Wildunfälle (circa 400 im südlichen und circa 220 im nördlichen Landkreis). Dies ist fast identisch mit dem Vorjahr (621 Wildunfälle). Auch die an den Unfällen beteiligten Wildarten sind fast mit dem Vorjahr identisch: 448 Rehe, 104 Schwarzwild, 22 Füchse, sieben Dachse, 31 Hasen.

Eine Wildunfall- Schwerpunktanalyse wird vom Projektkoordinator Klaus Riedel (Wild und Straße) an die Revierleiter von Jagd und Forst weitergegeben, damit notwendige Maßnahmen zur Wildunfallminimierung abgesprochen und notwendige Schutzmaßnahmen durchgeführt werden (wie zum Beispiel Duftstoffe und Wildwarnreflektoren). Der Hegeleiter Ludwigsstadt, Johannes Haase, fand nachdenkliche Worte. Ihn stimme es wehmütig, wenn heute mehr Wert auf die Schädlingsbekämpfung gelegt werde als auf Wildschutz, so werde landläufig das Rehwild als Knospenbeißer bezeichnet. Aber auch die Wildtiere gehören zum Wald und nicht nur Bäume. Die Jäger appellierten an die Eintracht von "Wild und Wald" und nicht "Wald vor Wild". eh

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