Ebensfeld

30 Räume auf rund 840 Quadratmetern

Die Möbel steckten zwei Tage vor der Eröffnung der Kita "Haus Mainzwerge" in Österreich fest. Hat es noch geklappt?
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Das "Haus Mainzwerge"  Foto: Monika Schütz
Das "Haus Mainzwerge" Foto: Monika Schütz

Bei der neuen Kindertagesstätte "Haus Mainzwerge" in der Himmelreichstraße wurden offiziell die Schlüssel übergeben, die Räumlichkeiten feierlich gesegnet. Gemeinsam mit 40 Erzieherinnen, Vertretern von Baufirmen und der angrenzenden Schule, dem Kirchenrat, Marktgemeinderäten und den Nachbarn wurde die Eröffnung gefeiert.

"13 Monate Bauzeit - 13 Monate vorgeschaltete Planphase", nannte Udo Madewitz die Eckdaten des Projekts. 30 Räume sind hier auf rund 840 Quadratmetern Fläche entstanden, darunter allein fünf Gruppenräume, zwei Kreativräume, großzügige Sanitärbereiche und ein Schlafraum. Zwei Pultdächer umrahmen den Mittelbau, als Farben dominieren Grün und Orange. Das bedeute immer Frühling, das bedeute immer Energie, erklärte der Bautechniker der HTS Plan GmbH, Kronach.

Pfarrer Scharf sprach den Segen

Voll des Lobes war auch Harald Klier, Kindergartenbeauftrager der Kirchenstiftung St. Michael. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten habe letztendlich gut geklappt. Nun könne es losgehen. Aber nicht ohne Segen: Den sprach Pfarrer Rudolf Scharf feierlich, segnete das neue Gebäude und seine "Bewohner".

Doch keine Feier ohne Musik: Bürgermeister Bernhard Storath höchstselbst nahm die Trompete zur Hand, spielte gemeinsam mit Otto Weidner (am Akkordeon) die Eingangsfanfare "Trumpet voluntary", danach gab es noch ein gesungenes "Gedicht" über Handwerker. Die neuen Gruppen werden übrigens entsprechend dem Namen "Mainzwerge" nicht Pinguin, Eisbär oder ähnlich heißen, sondern Biber, Blubberfische und Libellen.

Rückblick

Mai 2017: Aufstocken oder an anderer Stelle neu bauen? Der Marktgemeinderat verständigte sich darauf, in Ebensfeld drei neue Betreuungsgruppen zu schaffen. Eingerichtet werden sollte eine Kindergartengruppe mit 25 Plätzen, eine Krippengruppe mit zwölf Plätzen sowie eine altersgemischte Gruppe mit zwölf Kindergarten- und sechs Krippenplätzen, insgesamt also 37 Kindergarten- und 18 Krippenplätze. Dieser Beschluss bildete die Grundlage für das weitere Vorgehen und war auch notwendig für die Förderantragsstellung. Zuerst musste die Entscheidung getroffen werden, wo die Kinder untergebracht werden sollten.

Juli 2018, Himmelreichstraße: Der Neubau der Kindertagesstätte neben der Pater-Lunkenbein-Schule und dem TSV-Sportgelände nimmt Gestalt an. Die neue Kindertagesstätte wächst in die Höhe.

2019: Im Frühjahr 2019 soll sie in Betrieb genommen werden zusätzlich zu der bestehenden in der Prälat-Meixner-Straße und dem Waldkindergarten. "Doch der Termin musste immer wieder verschoben werden", so Kita-Leiterin Ulli Zenk. Zuerst war vom 1. März die Rede, dann von Ostern, dann war der 1. Mai geplant. Schließlich stand als fixes Datum der 1. Juli fest.

Kein Ende in Sicht

Und es war noch lange kein Ende in Sicht. Die Möbel steckten zwei Tage vor der Eröffnung noch in Österreich fest, die Steckdosen waren noch nicht eingebaut und - es fehlten alle Türen. "Vom Bürgermeister haben wir die Durchwahl gehabt, das hat ihn einige graue Haare mehr gekostet", kann Erzieherin Ulli Zenk jetzt am Eröffnungstag wieder lachen. Da liegen bereits einige Stressmomente hinter ihr und ihrem Team.

Auch der Rathauschef selbst ist nun erleichert. Zur Feier des Tages hat er eine Fliege umgebunden. "Das mach ich nur, wenn Millionenprojekte eingeweiht werden", scherzt er. Und nennt Zahlen: Die Kostenschätzung belief sich auf 2,3 Millionen Euro. Bei einer Kostensteigerung von 1,56 Prozent war die endgültige Auftragssumme inklusive Nachträge um rund 35 000 Euro höher, betrug also 2,35 Millionen Euro. "Das ist fast eine Punktlandung", so Bernhard Storath. Die bewilligten Zuschüsse betragen 1,9 Millionen Euro, somit ist für die Marktgemeinde Ebensfeld ein Eigenanteil in Höhe von 458 000 Euro zu zahlen.

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