Dormitz

30 Jahre lang Kirchenpfleger

In Dormitz wurde Josef Vollmann nach drei Jahrzehnten ehrenamtlicher Tätigkeit in der Kirchenverwaltung verabschiedet. Seit 2015 beschäftigte er sich mit einem Konzept zur Sanierung des Kirchturmes und des Kirchendaches.
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Bei der Verabschiedung (v. l.): Josef Vollmann, Nikolaus Demharter und Pfarrer Joachim Cibura  Foto: Claudia Popp
Bei der Verabschiedung (v. l.): Josef Vollmann, Nikolaus Demharter und Pfarrer Joachim Cibura Foto: Claudia Popp

Im Rahmen des Festgottesdienstes zu Pfingsten sind die ausgeschiedenen Mitglieder der Kirchenverwaltung in Dormitz offiziell verabschiedet worden. Besonders gewürdigt wurde der bisherige Kirchenpfleger Josef Vollmann, der das Amt nach 30 Jahren an seinen Nachfolger Nikolaus Demharter übergab.

In seiner Laudatio betonte Demharter, dass Josef Vollmann die Fülle seiner Aufgaben tadellos erledigt und die Kirchengemeinde und deren Finanzen wie das in der Dormitzer Kirche eingebaute Sicherungsnetz zusammengehalten habe.

Im Hintergrund gearbeitet

In einer zweiten Laudatio hob die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Karin Heuchemer hervor, dass der bisherige Kirchenpfleger sein Amt gelebt habe und man als Außenstehender oft nicht mitbekommen habe, welche Leistung Josef Vollmann für die Kirche vollbracht habe. Er sei als zuverlässiger Kirchenpfleger immer präsent gewesen und habe sich sowohl um viele kleine als auch um die großen Belange der Kirche gekümmert.

Auch Pfarrer Joachim Cibura brachte seine Dankbarkeit Vollmann gegenüber zum Ausdruck. Der Kirchenpfleger habe mit Herzblut und Kompetenz sein Amt ausgeübt. Vollmann hatte das Amt 1989 mit seiner Wahl in die Kirchenverwaltung übernommen. Neben den finanziellen Aufgaben wie Kassen- und Rechnungsführung, Erstellung des Haushaltsplans und bis 2000 die Gehaltsabrechnungen der Mitarbeiter zählten auch die Inventarisierung der Wertgegenstände und deren Leihgabe an das Diözesanmuseum Bamberg und das Wallfahrtsmuseum Gößweinstein sowie die Betreuung der Grundstücke der Kirchenstiftung und der Erbpachtverträge zu seinen Aufgaben.

Ein wesentlicher Bestandteil seiner Aufgaben waren auch der Unterhalt und die Instandhaltung der Liegenschaften wie Kirche, Pfarrheim, Pfarrhaus und Marienstatue sowie der Außenanlagen der Kirche und die Pflege der Priestergräber. Zusätzlich kümmerte er sich um die Einstellung der Messner, arbeitete mit den Pfarrverwaltungen des Seelsorgebereichs zusammen, führte Verhandlungen mit dem Ordinariat und beantragte Zuschüsse.

Diese Fülle von Aufgaben erledigte Josef Vollmann stets ohne großes Aufhebens um seine Person. Wichtige große Renovierungs- und Sanierungsarbeiten erfolgten während seiner Tätigkeit als Kirchenpfleger. So schloss er 1989 als sein erstes Werk seit seiner Amtseinführung die Kirchensanierung ab. Zwei Jahre später fing er damit an, die Außenanlagen um die Kirche herum neu anzulegen, damit pünktlich zur 850-Jahr-Feier der Gemeinde die Kirche in neuem Glanz erstrahlte. Auch das Pfarrheim wurde unter seiner Regie von 1992 bis 1996 renoviert. Im Anschluss daran kümmerte er sich ebenfalls um die Nutzung dieses Gebäudes, welches bis heute von Mutter-Kind-Gruppen, Kommunion- und Firmgruppen, für den Gesangverein, für Klavier- und Schachunterricht und zwischenzeitlich sogar für den Unterricht der Dormitzer Grundschule frequentiert wird.

2003 sorgte er für die Restaurierung der Kunstgegenstände der Kirche. Er ließ mit jedem Pfarrerwechsel das Pfarrhaus renovieren. Als 2007 das kirchliche Mitteilungsblatt "Augustinus" vom Seelsorgebereich eingeführt wurde, übernahm er auch dessen finanzielle Betreuung im Ehrenamt.

Nach dem Abschluss der Sanierung der Kirchenumgrenzungsmauer 2013 beschäftigte sich Josef Vollmann seit 2015 mit einem Konzept zur Sanierung des Kirchturmes und des Kirchendaches, ein Unterfangen, welches 2017 mit dem Herabfallen eines Teils der wertvollen Stuckdecke der Kirche eine Dringlichkeit besonderen Ausmaßes ergab.

Nach dem Einbau des Sicherungsnetzes für die Decke wurde eine Generaluntersuchung des gesamten Gebäudes in Zusammenarbeit mit dem Bauamt der Erzdiözese Bamberg anberaumt, welche 2018 erfolgte und in einem 1,5 Millionen Euro umfassenden Sanierungskonzept umgesetzt werden soll. red

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