Haßfurt

29-Jährige stirbt bei Frontalcrash

Einen schweren Unfall auf der Straße zwischen Oberhohenried und Römershofen am Mittwochmorgen hat eine Autofahrerin nicht überlebt. Ungeklärt sind bislang die Umstände.
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Beide Autos wurden bei dem Frontalzusammenstoß völlig zerstört. Unser Bild zeigt im Vordergrund den Renault der 60-jährigen Frau, die eingeklemmt und schwer verletzt wurde. Im Hintergrund steht der Toyota der 29-Jährigen, die ums Leben gekommen ist.  Foto: Klaus Schmitt
Beide Autos wurden bei dem Frontalzusammenstoß völlig zerstört. Unser Bild zeigt im Vordergrund den Renault der 60-jährigen Frau, die eingeklemmt und schwer verletzt wurde. Im Hintergrund steht der Toyota der 29-Jährigen, die ums Leben gekommen ist. Foto: Klaus Schmitt
klaus schmitt

Mit ungeheurer Wucht müssen die beiden Autos frontal aufeinander geprallt sein. Darauf lassen die Frontpartien des Toyota Yaris und des Renault Scenic schließen. Sie waren stark eingedrückt, wie zu sehen war.
Was ist am Mittwochmorgen auf der Strecke zwischen Oberhohenried und Römershofen geschehen? Der Verkehrsunfall ereignete sich laut Polizeiangaben gegen 7.30 Uhr in einer langgezogenen, übersichtlichen Kurve auf der Staatsstraße zwischen dem Haßfurter und dem Königsberger Stadtteil. Aus bislang ungeklärter Ursache war es zum Frontalzusammenstoß der beiden Pkw im Begegnungsverkehr gekommen; die Autos waren jeweils mit einer Frau besetzt. Vor Ort konnte der Notarzt nur noch den Tod der 29-jährigen Toyota-Fahrerin aus dem Landkreis Haßberge feststellen. Die Frau am Steuer des Renault, eine 60-Jährige aus Haßfurt, war durch die Wucht des Aufpralls in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr befreit werden. Sie wurde mit schweren Verletzungen erst in einem Rettungswagen des Roten Kreuzes versorgt und dann per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.
Die beiden Autos wurden völlig zerstört. Sie wurden durch einen Abschleppdienst geborgen.
Den Unfall nahmen Beamte der Polizeiinspektion Haßfurt auf. Um den Unfallhergang exakt rekonstruieren zu können, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bamberg ein Sachverständiger hinzugezogen.
Unklar ist bislang, was den Unfall ausgelöst hat. Vermutlich ist eine der beiden Frauen mit ihrem Wagen auf die andere Fahrbahnseite geraten, so dass es zu dem Zusammenstoß kam. Welche der beiden Fahrerinnen das war, ließ sich gestern noch nicht sagen. Das sollen die weiteren Ermittlungen ergeben.
Im Einsatz befanden sich neben Polizei und Rettungsdienst auch die Feuerwehren aus Haßfurt, Königsberg, Römershofen und Oberhohenried. Die Staatsstraße zwischen Römershofen und Oberhohenried war während der Unfallaufnahme sowie für die erforderlichen Bergungsarbeiten gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet.
Für viele der Helfer war der Unfall mit einer Toten und einer Schwerverletzten offenbar sehr belastend, wie an der Unfallstelle deutlich wurde. "Das ist nicht einfach", damit umzugehen, erklärte Martin Volpert, der Kommandant der Haßfurter Feuerwehr. Die meisten Helfer der Feuerwehr und auch einige Polizisten, die vor Ort waren, sind noch sehr jung.
Als unfallträchtige Strecke ist die Straße zwischen Oberhohenried und Römershofen nicht bekannt. Wenn es in der letzten Zeit dort Einsätze gegeben habe, dann seien es meistens kleinere Sachen gewesen, schilderte Martin Volpert unserer Zeitung.
Der gestrige tödliche Unfall ist der zweite schwere Unfall im Landkreis Haßberge innerhalb von drei Tagen. Am Montag war ein 23-Jähriger mit seinem Peugeot auf der Autobahn nahe Eltmann in einen Sattelzug geprallt. Er erlitt schwerste Verletzungen. Mittlerweile hat sich, so erklärte die Polizei, sein Gesundheitszustand offenbar stabilisiert. Der junge Mann schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.


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