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2500 Euro für krebskranke Kinder

Spenden statt Schenken heißt es seit Jahren beim Merlacher Familienunternehmen Mey Chair Systems. Auch in diesem Jahr soll zugunsten einer karitativen Einrichtung auf Weihnachtspräsente sowie auf Gruß...
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Auf dem Scheck steht noch 1500 Euro. Doch nachdem Tobias und Benedigt Mey von Thomas Nowak, Uwe Rendigs und Hartmut Bohl von der Stiftung für krebskranke Kinder Coburg (von links) Details über Schicksale gehört hatten, legten die Geschäftsführer des Familienunternehmens Mey spontan noch weitere 1000 Euro drauf.  Foto: Bettina Knauth
Auf dem Scheck steht noch 1500 Euro. Doch nachdem Tobias und Benedigt Mey von Thomas Nowak, Uwe Rendigs und Hartmut Bohl von der Stiftung für krebskranke Kinder Coburg (von links) Details über Schicksale gehört hatten, legten die Geschäftsführer des Familienunternehmens Mey spontan noch weitere 1000 Euro drauf. Foto: Bettina Knauth

Spenden statt Schenken heißt es seit Jahren beim Merlacher Familienunternehmen Mey Chair Systems. Auch in diesem Jahr soll zugunsten einer karitativen Einrichtung auf Weihnachtspräsente sowie auf Grußkarten verzichtet werden. Die Wahl fiel 2019 auf die Stiftung für krebskranke Kinder Coburg. "Es ist besonders schlimm, wenn ein junger Mensch an Krebs stirbt", sagte Benedikt Mey.

"Und an dieser Krankheit kann man immer noch sterben", betonte Stiftungsvorstand Uwe Rendigs, der gemeinsam mit den Stiftungsräten Thomas Nowak und Hartmut Bohl zur Spendenentgegennahme nach Merlach gekommen war. Wie Rendigs berichtete, liegt die Sterblichkeitsrate zwar inzwischen unter 20 Prozent, und Leukämie sei "heute eigentlich kein Thema mehr". Allerdings bestehe die Gefahr von Rückfällen. Um die Raten weiter zu senken, verwendet die Stiftung einen Teil der Spenden für die wissenschaftliche Forschung und den Aufbau einer weltweiten Spenderdatei.

Im Mittelpunkt aber steht die Betreuung der betroffenen Kinder und ihrer Familien. Die Hilfe der Stiftung setzt insbesondere da ein, wo sich die von der Krebs-Diagnose geschockten Familien von anderen Stellen im Stich gelassen fühlen oder mit der Bürokratie zu kämpfen haben. Für die betroffenen Kinder falle die Welt zusammen "wie ein Kartenhaus", erzählte Bohl aus eigener Erfahrung. Als betroffener Vater war der Seßlacher ein Jahr von seiner Firma freigestellt, "doch wer macht das heute noch?" Trotz der unermüdlichen ehrenamtlichen Arbeit der Engagierten steige der Bedarf an Spenden stetig, weil das Stiftungskapital kaum mehr Zinsen abwerfe, sagte Uwe Rendigs.

"Schön, dass es Menschen gibt, die das machen", lobten Benedikt und Tobias Mey unisono. Beeindruckt durch die Schilderungen der Gäste überlegten die Geschäftsführer nicht lange und stockten den ursprünglich vorgesehenen Beitrag um 1000 Euro auf 2500 Euro auf. "Wir freuen uns, wenn wir helfen können", schloss Benedikt Mey. Bettina Knauth

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