Stockheim

25 Fenster öffnen sich in Stockheim

Die Interessengemeinschaft Stockheimer Geschäftsleute organisiert zum neunten Mal einen Adventskalender in Form einzeln beleuchteter Fenster. Heuer wurden sogar 25 Fensterpaten gefunden, so dass sich ein "Türchen" mehr öffnet.
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Mit dem ersten "Türchen" wurde am Sonntag der Stockheimer Adventskalender 2019 am Rathaus feierlich geöffnet. Foto: Heike Schülein
Mit dem ersten "Türchen" wurde am Sonntag der Stockheimer Adventskalender 2019 am Rathaus feierlich geöffnet. Foto: Heike Schülein

Auch heuer stimmt man sich in der Gemeinde Stockheim auf eine besonders schöne Art auf das Weihnachtsfest ein. Wie beim typischen Adventskalender, bei dem jeden Tag ein Türchen geöffnet wird, wird in Stockheim jeden Abend um 18.30 Uhr (Ausnahme: Heiligabend um circa 16.30 Uhr) in den verschiedenen Ortsteilen ein neues Fenster feierlich geöffnet. Diese Aufgabe übernimmt der jeweilige Fensterpate, der es weihnachtlich geschmückt und gestaltet hat. Die Öffnung startet mit einer kleinen Darbietung des Fensterpaten, etwa mit weihnachtlichen Gedichten, Liedern oder Geschichten. Das Fenster wird allabendlich ab dieser Uhrzeit beleuchtet sein. Zur Eröffnung gehört, dass die Besucher bei Tee oder Punsch miteinander ins Gespräch kommen (Trinkbecher mitbringen). Organisiert wird die Aktion von der Interessengemeinschaft (IG) Stockheimer Geschäftsleute mithilfe von Vereinen, Institutionen und Privathaushalten. Den Anfang machte am Sonntag das Rathaus.

Heuer sogar 25 Paten gefunden

"Wir müssten heuer eigentlich das Motto in ,25 Fenster für Stockheimer‘ umändern", meinte IG-Sprecher Rainer Engelhardt, dem der Stolz darauf, auch heuer den Adventskalender komplett "füllen" zu können, ins Gesicht geschrieben stand. Man gebe sich redlich Mühe, Fensterpaten für jedes Türchen zu finden. Heuer sei es extrem knapp gewesen. Dann habe sich das Blatt zum Guten gewendet und man habe sogar 25 Paten gefunden und damit am Nikolaustag sozusagen "doppelte Auswahl".

Die Spenden kommen erneut einer oder mehreren in eine Notlage geratenen Personen zugute. Der oder die Empfänger aus dem Gemeindegebiet werden anonym gehalten. Alle Spender dürften sich, sagte Engelhardt, sicher sein, dass das Geld zu 100 Prozent nur dafür Verwendung findet und dringend benötigt wird. Engelhardt dankte dem VdK-Ortsverband Stockheim-Neukenroth als Hinweisgeber. Der größte Dank gebühre aber den Fensterpaten, die die Aktion erst ermöglichten. Diese rief er dazu auf, die Öffnung möglichst klein zu halten: "Weniger ist mehr", verdeutlichte er, dass kein Wettbewerb untereinander entstehen, sondern die Begegnung im Vordergrund stehen solle. An jedem der 24 Abende sind Verantwortliche der IG mit ihrer Spendenbox vor Ort, um bei den Gästen zu sammeln.

Bürgermeister Rainer Detsch freute sich beim Auftakt am Rathaus über eine stattliche Anzahl von Gästen. Die Fensteröffnungen seien eine schöne Gelegenheit, ins Gespräch mit seinen Mitmenschen zu kommen und sich den Sinn von Weihnachten vor Augen zu führen. "Schauen wir zum Nächsten, hören wir zu und bieten wir unsere helfende Hand an. Rufen wir Menschen an, mit denen wir schon lange nicht mehr gesprochen haben. Denken wir unsere eigene Prioritätenliste neu", appellierte er.

Glücklicherweise werde in der Gemeinde Stockheim eine gute Gemeinschaft gepflegt. Das merke er gerade bei den Veranstaltungen in der Weihnachtszeit, zu denen auch der Adventskalender zähle. Dieser sei eine wunderbare Gelegenheit, sich für andere einzusetzen und ihnen zur Seite zu stehen.

Die Nummer 1 leuchtete

Nachdem er das Gedicht "Ich wünsche Dir Zeit" vorgetragen hatte, gab er den Startschuss für den Adventskalender. Auf sein Kommando wurde das Rollo hochgezogen und die Beleuchtung eingeschaltet. Dies gab den Blick auf das geschmückte und hell beleuchtete Fenster frei, dekoriert mit der Nummer 1. Für die stimmungsvolle Umrahmung des Auftakts sorgte eine Abordnung der Bergmannskapelle.

Die Fenster werden bis Dreikönig 2020 täglich ab 18.30 Uhr beleuchtet sein. Nach der Schließung wird in einer Feierstunde über die Höhe der Spenden informiert. Die Verantwortlichen hoffen auf großherzige Spenden.

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