Koppenwind
Fussball-B-Klasse Schweinfurt 3 

22 Siege in 23 Begegnungen

Der SC Koppenwind war als erste Mannschaft im Spielkreis Schweinfurt in dieser Saison Meister. Für die ersehnte Rückkehr in die A-Klasse haben alle Beteiligen an einem Strang gezogen.
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Die Meistermannschaft des SC Koppenwind (jeweils von links, hintere Reihe): Vorsitzender Hans Schnura, Michael Baumann, Daniel Facius, Marcus Gruß, Mark Kastner, Matthias Schmitt, Jürgen Götz und Michael Rott, vordere Reihe: Manuel Müller, Fabian Hirt, Egon Grief, Volker Dornheim, Tobias Thomann, Johannes Hetzel und Peter Markfelder. Es fehlen Andreas Hader, Florian Oppelt, Lukas Müller, Harald Götz, Michael Durmann, Daniel Hader, Robert Helmers, Sebastian Walz und Markus Bäuerlein.  Foto: R...
Die Meistermannschaft des SC Koppenwind (jeweils von links, hintere Reihe): Vorsitzender Hans Schnura, Michael Baumann, Daniel Facius, Marcus Gruß, Mark Kastner, Matthias Schmitt, Jürgen Götz und Michael Rott, vordere Reihe: Manuel Müller, Fabian Hirt, Egon Grief, Volker Dornheim, Tobias Thomann, Johannes Hetzel und Peter Markfelder. Es fehlen Andreas Hader, Florian Oppelt, Lukas Müller, Harald Götz, Michael Durmann, Daniel Hader, Robert Helmers, Sebastian Walz und Markus Bäuerlein. Foto: Ralf Naumann
Drei "Titel" auf einmal? Ja, der SC Koppenwind hat in diesen Tagen gleich dreifachen Grund zum Feiern: Zum einen - was natürlich das Wichtigste für Mannschaft, Spielertrainer Egon Grief, SC-Vorsitzenden Hans Schnura, dessen Vorstandskollegen sowie die Fans ist - die von Saisonbeginn an erwartete Meisterschaft in der Fußball-B-Klasse Schweinfurt 3. Diese ist natürlich verbunden mit dem ersehnten direkten Wiederaufstieg in die A-Klasse. Und schließlich holten sich Kapitän Johannes Hetzel und Co. die erste Meisterschaft der Saison 2016/2017 im ganzen Spielkreis Schweinfurt.
Die stand zwar bereits am 26. April abends fest, als die Steigerwälder im Nachholspiel gegen die DJK Fürnbach II/Danken-feld mit 5:1 gewonnen hatten. Doch die geplante Meisterfeier mit den Fans inklusive offizielles "Siegesfoto der Champions" musste wenige Tage später abgeblasen werden, weil Schlusslicht SV Fatschenbrunn II, gegen das es nochmals um Punkte ging, kurzfristig abgesagt hat. Ärgerlich, doch dadurch ließen sich die Koppenwinder nicht von ihrer gute Laune abbringen. Warum auch? Was sie in den bisherigen 23 Spielen vollbracht haben, war und ist aller Ehren wert. 22 Siege, zuletzt ein 12:2 bei der DJK Oberschwappach II, und ein Unentschieden (1:1 bei der SG DJK Dürrfeld/Obereuerheim II), 67 Punkte, ein Torverhältnis von 112:16 und noch dazu mit nur 13 Gelben Karten fairste Mannschaft der Liga - das spricht für sich. Verständlich, dass die Freude über diese Zahlen riesig sind.
"Trainingsfleiß, Teamwork, Kameradschaft", nennt Hans Schnura kurz und bündig die aus seiner Sicht drei wichtigsten Gründe für diesen Triumph, an dem "Trainer und Mannschaft sowie alle im Hintergrund" gleichermaßen Anteil haben. Jetzt hofft nicht nur der seit mittlerweile 25 Jahren amtierende Vorsitzende, der als sprichwörtliches "Mädchen für alles" und "Fädenzieher im Hintergrund" auch als Spielleiter, Mannschaftsbetreuer, Linienrichter oder Bauleiter Gesicht des Sportclubs ist, auf einen schönen Ausklang der Saison.


"Verletzungsfrei und erfolgreich"

Gleichzeitig richtet der 65-Jährige, unter dessen Regie vor 19 Jahren eine neue Flutlichtanlage installiert sowie 2013 die in die Jahre gekommene Toilettenanlage wie auch das Wirtschaftsgebäude neu gebaut wurden, sein Augenmerk bereits auf die Spielzeit 2017/2018. "Verletzungsfrei und erfolgreich" lautet sein bescheidenes Ziel. Mit dem Abstiegskampf sollten die "Grün-Weißen" natürlich ebenso nichts zu tun haben, wünscht er sich. Das wäre angesichts ereignisreicher und zeitweise turbulenter Vorjahre jedoch nicht selbstverständlich, auch wenn sich die Mannschaft personell nur dadurch verändert, dass der eine oder andere Neuzugang verpflichtet werden soll.
Immerhin folgte nach dem Aufstieg in die alte B-Klasse Bamberg in der Saison 1996/1997 unter dem damaligen Trainer Werner Dippold fünf Jahre später wegen Spielermangels der Zusammenschluss mit dem SC Ebrach. Sportlich durchaus erfolgreich, denn unter der Regie von Trainer Josef Messingschlager gelang der Spielgemeinschaft der nochmalige Aufstieg in die Kreisklasse Schweinfurt (Saison 2002/2003). Nach dem Abstieg im Mai 2004 übernahm Holger Hartmann das Kommando, und der "Fahrstuhl" ging wieder nach oben. Insgesamt zehn Jahre hielt die "Ehe" mit dem Nachbarn aus Ebrach. Pünktlich zum 40. Vereinsjubiläum 2012 schickte der SC Koppenwind unter der Leitung von Jürgen Götz dann wieder eine eigene Elf ins Rennen - in der B-Klasse. Die Berg- und Talfahrt ging weiter: In der Saison 2014/2015 leitete das Trainerduo Robert Rijnbeek und Heiko Rammig die sportlichen Geschicke und führte die Mannschaft in die A-Klasse zurück. In der Rückrunde 2015/2016 legten beide ihre Ämter nieder. Es übernahm schließlich Egon Grief, der den Abstieg zurück in die B-Klasse jedoch nicht mehr verhindern konnte. Die richtige Antwort hatten der Schlüsselfelder Spielertrainer und seine Teamkameraden jedoch parat.
"Die Saison 2016/2017 verlief vom ersten Tag an sehr positiv", freut sich Hans Schnura über den Verbleib des erfahrenen Angreifers, der mit den jungen Spielern, darunter die Toptorjäger Manuel Müller, Johannes Hetzel und Lukas Müller oder die beiden Schlussleute Volker Dornheim und Mark Kastner, "sehr gut harmoniert". Zudem sei bei ihm stets "der unbedingte Wille" vorhanden "diese B-Klasse" wieder zu verlassen, also den Aufstieg zu erreichen.


Meisterliche Platzbedingungen

Und nicht zuletzt: Albrecht Ruß hat ebenfalls großen Anteil an der tollen Serie des SCK, denn der Platzwart hat mit seiner akribischen Rasenpflege dafür gesorgt, dass der Meister und Aufsteiger stets perfekte äußere Bedingungen vorgefunden hat. Dafür gibt es von Hans Schnura ein Sonderlob sowie ein dickes "Dankeschön".

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