Ebermannstadt
Menschenrechte

1910 Briefe vom GFS weitergeleitet

Zum vierten Mal nimmt das Gymnasium Fränkische Schweiz (GFS) Ebermannstadt am Briefmarathon von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International teil, der jährlich rund um den Tag der Menschenrech...
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Zum vierten Mal nimmt das Gymnasium Fränkische Schweiz (GFS) Ebermannstadt am Briefmarathon von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International teil, der jährlich rund um den Tag der Menschenrechte im Dezember stattfindet.

Unter dem Motto "Schreib für Freiheit" beschäftigten sich in diesem Schuljahr die Schüler der 8bc des sozialwissenschaftlichen Zweiges mit den Fällen von vier Menschenrechtsaktivistinnen. Eine von ihnen ist die Iranerin Atena Daemi, welche sich in ihrem Heimatland gegen die Todesstrafe einsetzt und dafür zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde. Auch ihre Schwestern wurden in Sippenhaft genommen.

Hinter Gittern

Hinter Gittern wurde sie von den Wärtern geschlagen, aber eine medizinische Betreuung ihrer Wunden erhielt sie nicht.

In Südafrika ist das Leben von Nonhle Mbuthuma in Gefahr, denn sie steht auf einer Todesliste, weil sie sich gegen ein Bergbauunternehmen wehrt, welches auf dem Land ihres Volkes Titan abbauen will. Dafür soll das Volk der Amadiba ohne Entschädigung vertrieben werden.

Für diese und weitere Fälle sammeln die Schüler Unterschriften und schreiben Briefe, die dann von Amnesty an die entsprechenden Stellen weitergeleitet werden: Die zahlreichen Schreiben zeigen den Betroffenen, dass sie unterstützt werden, und auf die Verantwortlichen wird Druck ausgeübt. Amnesty hofft, dass Tausende von Briefen nicht einfach ignoriert werden.

In diesem Jahr leitete das GFS allein 1910 Briefe weiter. Der Erfolg zeige sich an Fällen wie dem Blogger Mahadine aus dem Tschad, für den im letzten Jahr mehr als eine halbe Million Briefe geschrieben wurden. Im Frühjahr 2018 wurde er dann aus dem Gefängnis entlassen.

Mit ihren Unterschriften in den letzten Jahren wie auch dieses Jahr, da sind sich die Schüler des GFS laut Mitteilung von Susanne Behlert, Fachschaft Sozialkunde, sicher, hätten sie mit zur Freilassung beigetragen. red

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