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Marktrodach

16 Kandidaten in Schwarz-Weiß und eine volle Halle

Rund 140 Bürger waren am Mittwochabend bei der Nominierungsversammlung der Wählergemeinschaft "Menschen für Marktrodach" anwesend, um die Kandidaten und deren Ziele anzuhören. So viele waren es wohl n...
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Rund 140 Bürger waren am Mittwochabend bei der Nominierungsversammlung der Wählergemeinschaft "Menschen für Marktrodach" anwesend, um die Kandidaten und deren Ziele anzuhören. So viele waren es wohl nie.

Auch das Prozedere war anders als üblich. Die 16 Kandidaten traten im einheitlichen Outfit auf, dunkle Hose und weißes Hemd beziehungsweise Bluse. "Das ist schick", meinte die Initiatorin der Wählergemeinschaft, Katja Wich. Das Los bestimmte, welcher Kandidat welchen Listenplatz belegt. "Ich bin total überwältigt", freute sich Wich über die vollbesetzte Halle.

Bei den Kandidaten handelt es sich überwiegend um junge Menschen zwischen 25 und 35 Jahren. Roland Pompe trägt mit seinen 69 Jahren erheblich zur Steigerung des Altersdurchschnitts bei. "Ich bin stolz, dass ich bei euch mitmachen darf!" Ihr habt ein richtiges Herz und zeigt Engagement, lobte er seine Mitbewerber der Wählergemeinschaft. "Ich fühle mich richtig wohl!" Anerkennende Worte gab es für Katja Wich: "Du bist jemand, der zuhört und sich einbringt!"

Ein Großteil der Bewerber lebte mehrere Jahre in anderen Gegenden, Ballungsgebieten und in Amerika. An deren Ausführungen wurde deutlich, dass sie sich dessen bewusst sind, was sie an Marktrodach haben. Nahversorgung, Lebensqualität, bezahlbarer Wohnraum, Betreuungsmöglichkeiten etc. Jeder trug seine Gründe der Kandidatur vor und die Schwerpunkte, die sie in ihrer kommunalen Arbeit setzen möchten. Dabei kamen Aussagen wie, der Mensch soll im Mittelpunkt stehen und nicht eine Partei, die Heimat soll attraktiver und ökologischer gestaltet werden etc. Es wurde von einem Dialog mit den Marktrodachern gesprochen, die Bürger wurden aufgefordert, ihre Anliegen an die Kandidaten heranzutragen usw.

In ihrer Rede sprach Katja Wich vom gesellschaftlichen Wandel, von einer Gesellschaftsordnung, die auf Egoismus, Konkurrenz und Rücksichtslosigkeit geprägt sei. Und wo Gutmütigkeit oftmals mit Dummheit verwechselt werde.

Ihr Entschluss, eine Wählergemeinschaft zu gründen, sei im Frühjahr gereift, so Wich. Die Fähigkeit zu glauben, dass sich alles fügen werde, gab ihr Vertrauen, dahingehend Mut zu haben, seine Meinung zu sagen und durchzuhalten, auch wenn andere Menschen einen belächeln.

Gutes für die Gemeinde

Sie ging auch auf die Ziele von Marktrodach ein. Neben dem "grünen Gewerbegebiet" (oben stehender Artikel) seien die ärztliche Versorgung, die Belebung der Ortskerne, Spiel- und Sportgelände etc. Themen. Die Wählergemeinschaft wolle dazu beitragen, dass beschlossene Projekte und Maßnahmen fertiggestellt werden, die aktuell hohen Förderprogramme annehmen, die örtliche Infrastruktur für die Zukunft fit machen. "Wir wollen Gutes für die Menschen und Gemeinde schaffen!"

Bei der Frage, ob die Wählergemeinschaft "Menschen für Marktrodach" einen Bürgermeisterkandidaten stellen werde, meinte Wich: "Noch nicht!". Die Bauamtsleiterin meinte auch, dass sie - falls sich nach den Kommunalwahlen die Verhältnisse im Rathaus ändern würden, das Rathaus verlasse (müsse). Sie wolle sich aber auf jeden Fall für ihre Heimat einbringen - und das könnte sie im Falle eines Falles als Gemeinderätin. vs

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