Vierzehnheiligen
Strukturwandel

150 Pilger begaben sich auf die letzte Lichtenfelser Dekanatswallfahrt

Das Motto "Gemeinsam neue Wege gehen" stand am frühen Samstagabend im Mittelpunkt einer Wallfahrt nach Vierzehnheiligen, die es so künftig nicht mehr geben wird. Seit Jahren pilgern Frauen und Männer ...
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Begleitet von strahlendem Sonnenschein zogen die Pilger der Dekanatswallfahrt Lichtenfels in die Basilika Vierzehnheiligen. Foto: Gerd Klemenz
Begleitet von strahlendem Sonnenschein zogen die Pilger der Dekanatswallfahrt Lichtenfels in die Basilika Vierzehnheiligen. Foto: Gerd Klemenz

Das Motto "Gemeinsam neue Wege gehen" stand am frühen Samstagabend im Mittelpunkt einer Wallfahrt nach Vierzehnheiligen, die es so künftig nicht mehr geben wird. Seit Jahren pilgern Frauen und Männer aus dem Dekanat Lichtenfels gemeinsam zum Gnadenort am Obermain. Doch dieses Dekanat gibt es seit 1. September nicht mehr: Lichtenfels gehört jetzt zum Dekanat Coburg. Am Sonntag, 29. September, findet ab 17 Uhr in der Lichtenfelser Pfarrkirche "Heilige Familie" ein Dankgottesdienst für die Zeit des Dekanats Lichtenfels und für das gelebte Miteinander statt.

Etwa 150 Frauen und Männer waren am Samstag dem Aufruf des scheidenden Dekanatsrats gefolgt und hatten sich am Sportheim oberhalb vom Seubelsdorfer Kreuz getroffen. Mit abgestimmten Wegtexten zogen die Gläubigen betend und singend zum Gnadenort. Kirchenschweizer Daniel Reitz und Franziskanerpater Alexander empfingen den Pilgerzug und geleiteten ihn in die Päpstliche Basilika. Hier zelebrierte der leitende Pfarrer des Seelsorgebereichs Lichenfels-Obermain und ehemalige Lichtenfelser Dekan Lars Rebhan aus Marktgraitz den Wallfahrtsgottesdienst.

Die selben Seelsorger

Zu Beginn seiner Predigt warf Rebhan einen Blick in die Zukunft, in der man eine neue Struktur vorfinde, die es mit Leben zu erfüllen gelte. "Eine Struktur mit neuen Seelsorgebereichen und einem räumlich auch größer gewordenen Dekanat. Doch das ist ja nicht in allem ein radikaler Neubeginn: Es sind die selben Menschen, die hier leben. Die werden ja nicht plötzlich ausgetauscht oder ändern sich schlagartig. Und in vielen Bereichen sind auch die gleichen Seelsorger tätig. Auch die sind nicht plötzlich ganz andere", sagte Rebhan.

"Aber was wird dann anders?, dürften sich die Gottesdienstbesucher gefragt haben. Unser Motto der Wallfahrt kann uns da etwas weiterbringen: ,Gemeinsam neue Wege gehen‘. Es wird in manchen Bereichen neue Wege geben: In der Struktur der Dekanatsgremien, in der Frage der Zuständigkeiten und Aufgaben und in manchem, was wir heute noch gar nicht wissen. Neue Wege beschreiten, darin war Jesus ganz gut. Im heutigen Evangelium hören wir, wie er für seine Zeit neue Wege beschreitet", erläuterte der Geistliche.

Nach einer Stärkung am Wallfahrtsort wurden bei Einbruch der Dunkelheit die Frauen und Männer von Pater Bernhard verabschiedet. In einer Lichterprozession machten sich die Gläubigen auf den Rückweg zum Seubelsdorfer Kreuz. Hier endete die Wallfahrt mit dem Lied "Segne du, Maria".

Als Vorbeter fungierten Heidi Stehl, Anita Rauch, Georg Lohneis, Burkhard Fath, Veronika Fath und Pfarrer Lars Rebhan. Der Pilgerzug wurde musikalisch von Musikern aus Marktgraitz umrahmt. gkle

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