Hemhofen

15 Euro für Hausaufgaben

In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich das Gremium mit höheren Kosten für die Mittagsbetreuung im Kindergarten.
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Wenn man der hohen Nachfrage gerecht werden wolle und die Betreuungsqualität nicht leiden solle, so sei eine Anhebung der Gebühren unvermeidlich, erklärten Bürgermeister Ludwig Nagel (CSU) als auch Kämmerin und Geschäftsleiterin Tanja Krauß unisono. Der Gemeinderat Hemhofen befasste sich in seiner Sitzung am Dienstagabend unter anderem mit den Gebühren für den Kindergarten. Die Mittagsbetreuung wird immer stärker angenommen und es gibt für das kommende Schuljahr 40 zusätzliche Anfragen. Die Eröffnung einer weiteren Gruppe ist daher notwendig. Nagel kündigte an, dass Räume und Organisation umstrukturiert werden. "Hier befinden wir uns jedoch erst am Anfang der Planungen", so Nagel.

Tariflohn und Spielgeld

Dieser Prozess schließt auch eine Aufstockung des Personals ein. Die höheren Gebühren resultieren aus Anpassungen an die Tariflöhne und der Erhebung eines zusätzlichen Spielgeldes für Materialien. Konkret bedeutet dies, dass sich die Gebühren für eine Betreuung bis 14 Uhr um sieben Euro auf nunmehr 63 Euro erhöhen. Deutlich mehr müssen Eltern ab September für das Angebot bis 16 Uhr, das auch eine Hausaufgabenbetreuung beinhaltet, bezahlen. Die Kosten steigen um 23 Euro auf einen Monatsbeitrag von 114 Euro, wobei allein 15 Euro auf die Kosten der Hausaufgabenbetreuung entfallen. Die Gemeinde betont, dass man ursprünglich sogar mit 30 Euro Zuschlag kalkuliert hatte.

Im Rat waren die Ansichten geteilt. Während Manfred Batz (CSU) argumentierte, dass den Eltern die Betreuung ruhig so viel wert sein sollte, so Gerhard Wagner (SPD), dass gerade finanziell schlechter gestellte Alleinerziehende dieses Angebot nutzen. Der Vorschlag der Gemeinde wurde einstimmig angenommen.

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