Harsdorf
industrie

15 Einwohner und ein Global Player

Der Harsdorfer Ortsteil Altenreuth zählt gerade einmal 15 Einwohner, und doch ist am Rande des beschaulichen Ortes die Firma "robotif" als Global Player tätig, der sich auf die Reparatur von Industrie...
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Der Harsdorfer Ortsteil Altenreuth zählt gerade einmal 15 Einwohner, und doch ist am Rande des beschaulichen Ortes die Firma "robotif" als Global Player tätig, der sich auf die Reparatur von Industrierobotern spezialisiert hat und nahezu konkurrenzlos ist. Als sich Geschäftsführer Ingo Förster im Jahr 2009 selbstständig machte, war eine einfache Garage in Unternschreez seine Werkstatt. Heute hat sich die robotif GmbH in Altenreuth eine Werkstatt mit Lagerhalle, Büro und weiteren Funktionsräumen aufgebaut, in der inzwischen 28 Mitarbeiter beschäftigt sind. Die Lage in dem beschaulichen Altenreuth hat einen entscheidenden Vorteil: In nicht einmal fünf Minuten ist das Autobahn-Dreieck Bayreuth-Kulmbach erreicht. "Robotif" ist weltweit unterwegs, die weitesten Kunden sind in Taiwan und Australien. 90 Prozent des Umsatzes werden in Deutschland gemacht.
Unternehmerischer Mut ist ein Markenzeichen von Ingo Förster, denn ausgerechnet im Krisenjahr 2009 stampfte er den Betrieb förmlich aus dem Boden. Eine Hilfe war dabei auch der Einstieg eines ehemaligen Kollegen: Michael Ettenauer stieg als Gesellschafter mit ein, und nach der Fertigstellung der ersten größeren Baumaßnahme entwickelte sich die "robotif" GmbH rasant nach oben. Der Umsatz hat sich innerhalb von nur drei Jahren mehr als verdreifacht, heute liegt er bei drei Millionen Euro im Jahr.


Serviceorientiert

Ohne Roboter geht heute gar nichts mehr, egal in welcher Branche. Die Mitarbeiter von "robotif" sind in der Lage, Roboter jeder Art zu reparieren. Sie machen nahezu alles mit der Hand - und das im Hundertstel-Millimeter-Bereich. Alle Mitarbeiter sprechen Englisch, manche auch Französisch, Spanisch und Russisch. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die drei Hersteller Adept, Bosch und Stäubli. Geschäftsführer Ingo Förster: "Wir sind keine Konkurrenz zu den Herstellern, wir sind eher Partner, weil wir das machen, was die nicht wollen oder können: Wir sind zum Beispiel auch am Wochenende da oder werktags nach 18 Uhr."
Im Gespräch mit MdL Martin Schöffel und den Mitgliedern des CSU-Ortsverbandes Harsdorf stellte Ingo Förster fest: "Es ist jetzt kein weiterer Ausbau des Betriebes geplant, sondern wir wollen den Status halten." Eine Nische sieht der umtriebige Geschäftsführer auch in den mobilen Robotern: "Damit machen wir im Augenblick nichts und in die mobile Robotik möchte ich noch einsteigen." Rei.
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