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14-Tonner für viele Notfälle

Die Feuerwehr Rothenkirchen freut sich über ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10), das am Sonntag von Pater Helmut Haagen gesegnet wurde. Der Musikverein Rothenkirchen begleitete die F...
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Sie sind stolz auf ihr neues Fahrzeug HLF 10, Vertreter der Kreisbrandinspektion mit KBR Joachim Ranzenberger (5.von rechts), Kommandant der FF Rothenkirchen Matthias Raab (6.v.l.), Vorsitzender Mario Müller (4.v.l.) und Bürgermeister Hans Pietz (rechts) mit Gemeinderäten und weiteren Feuerwehrvertretern. Im Hintergrund das HLF 10 mit seiner umfangreichen technischen Ausrüstung  Foto: K.- H. Hofmann
Sie sind stolz auf ihr neues Fahrzeug HLF 10, Vertreter der Kreisbrandinspektion mit KBR Joachim Ranzenberger (5.von rechts), Kommandant der FF Rothenkirchen Matthias Raab (6.v.l.), Vorsitzender Mario Müller (4.v.l.) und Bürgermeister Hans Pietz (rechts) mit Gemeinderäten und weiteren Feuerwehrvertretern. Im Hintergrund das HLF 10 mit seiner umfangreichen technischen Ausrüstung Foto: K.- H. Hofmann

Die Feuerwehr Rothenkirchen freut sich über ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10), das am Sonntag von Pater Helmut Haagen gesegnet wurde. Der Musikverein Rothenkirchen begleitete die Floriansjünger zur Kirche, wo ein Gottesdienst stattfand, und zurück zum Weiheort an der Turnhalle, wo Pater Helmut Haagen Gottes Schutz und Segen für das neue Fahrzeug sowie für alle Feuerwehrleute erbat.

Kommandant Matthias Raab erinnerte an die Vorgeschichte der Anschaffung. Fast drei Jahre waren von der Antragstellung im November 2016 bis zum Weihetag vergangen. Am 11. Dezember 2017 fiel nach mehreren Vorgesprächen eine Entscheidung im Marktgemeinderat, allerdings mit einer Ausschreibung auf begrenzte Höhe des Fahrzeugs, da Tor- und Gerätehaushöhe eine reduzierte Bauhöhe auf maximal 3,10 Meter Höhe nötig machten. Schließlich wurde das Fahrzeug in zwei Losen zum Gesamtpreis von rund 362 000 Euro bestellt. Darauf gab es einen Zuschuss von der Regierung von Oberfranken von rund 87 200 Euro.

Die Feuerwehr Rothenkirchen leistete einen Eigenanteil von über 20 000 Euro für Zusatzausrüstungen, so dass das am Samstag gesegnete und in Betrieb genommene HLF 10 auf insgesamt über 380 000 Euro Gesamtkosten kam.

Anfang September wurde das neue Fahrzeug dann bei der Leitstelle "einsatzbereit" gemeldet und löste somit das 30 Jahre alte LF 8 ab. Bei dem neuen Fahrzeug handelt es sich um ein HLF 10 mit Normbeladung, aufgebaut auf einem 14-Tonnen-MAN-Allradfahrgestell mit automatisiertem Schaltgetriebe. Es verfügt über einen 1600-Liter-Wassertank und eine im Heck fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Leistung von über 2000 Liter pro Minute. Die installierte Schaum-Druckzumischanlage wird über einen 120 Liter Schaummitteltank versorgt.

Als Zusatzbeladung sind ein Türöffnungssatz, ein Maschinenunfallsatz, ein LED-Powermoon, eine Schmutzwasserpumpe, ein akkubetriebener Lüfter, eine Rettungssäge, diverse Waldbrandausrüstung und noch viele weitere Gerätschaften auf dem Fahrzeug verladen.

"Die Neuanschaffung wird sich auch auf die Motivation der Aktiven auswirken und kann eventuell auch helfen, neue Mitglieder zu gewinnen, denn ohne eine funktionierende aktive Wehr ist auch die modernste Technik nutzlos", so Kommandant Raab. Bürgermeister Hans Pietz freute sich über das große Interesse der Bevölkerung, die an der Segnung teilnahm. Zeige es doch die Verbundenheit zu ihrer Wehr. Bei der motivierten Führung und der Mannschaft der Feuerwehr Rothenkirchen sei das Fahrzeug in besten Händen. Mit diesem klassischen "Arbeitstier" eines technisch gut ausgerüsteten Fahrzeugs sei die Wehr auf einem guten und modernen Ausrüstungsstand.

Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger wies auf die Pflichtaufgaben der Gemeinden hin, die für Feuerwehrwesen und Ausstattung zuständig sei. Die Bevölkerung erwarte Sicherheit und Hilfe. Der Markt Pressig habe ein erneut gut funktionierendes Fahrzeug angeschafft, dabei sollte man aber nicht vergessen: Ohne Feuerwehrleute nütze die modernste Ausrüstung nichts. Es sei nicht selbstverständlich, dass die Wehrleute tagtäglich rund um die Uhr erreichbar sind und sich freiwillig den Mitmenschen zur Verfügung stellen. eh

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