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Schweinfurt

122 Stellen weniger

Schweinfurt — Im indirekten Bereich von SKF zeichnet sich ein massiver Stellenabbau ab. Betroffen sind 122 Mitarbeiter, die überwiegend im Verwaltungshochhaus ihren Arbeitsplatz ha...
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Schweinfurt — Im indirekten Bereich von SKF zeichnet sich ein massiver Stellenabbau ab. Betroffen sind 122 Mitarbeiter, die überwiegend im Verwaltungshochhaus ihren Arbeitsplatz haben. Bekannt wurde dies, als Betriebsräte der Forderung von Mitarbeitern nachkamen und in der Kantine Stellung bezogen. Darauf hat die Geschäftsführung mit einem Aushang reagiert. Darin bestätigt sie den Stellenabbau, betont jedoch, dass für das Management "betriebsbedingte Kündigungen derzeit keinen Lösungsansatz darstellen".
Hintergrund für die Maßnahme ist die Neuorganisation der SKF-Spitze und die Straffung im Bereich Industrie, wo die beiden Divisionen "Strategic Industries" und "Regional Sales & Services" zusammengeführt werden, mit dem Ziel das Wachstum und die Profitabilität zu stärken.
Am 7. Januar hat das örtliche Management den Betriebsrat informiert und damit, laut Aushang, den Beratungsprozess eingeleitet. Beim Vertrauenskörper der IG Metall sieht man dies offensichtlich nicht als ausreichend an. In einem Flugblatt wird nun erklärt, dass die Betriebsräte einer Organisationsänderung grundsätzlich weiter positiv gegenüberstünden, sie aber klar gegen einen Stellenabbau seien. Die Geschäftsführung werde aufgefordert, die Mitarbeiter in den Änderungsprozess einzubeziehen, "statt sie vor vollendete Tatsachen zu stellen". Die Ankündigung des Stellenabbaus nennt die IG Metall einen klaren Angriff gegen den Standort Schweinfurt. "Wie wird die Auslastung in der Produktion gewährleistet, wenn mit 122 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weniger dafür das Geschäft generiert werden soll?" Der erste Bevollmächtigte der IG Metall, Peter Kippes, spricht von einer diffusen Gemengelage und ist irritiert, dass ausgerechnet SKF einen "solchen Stil wählt". Besser wäre es, gleich zu verhandeln. Der Zeitdruck, den die Konzernspitze in Göteborg entfache, sei für ihn unverständlich. Kippes verweist auch darauf, dass vom Stellenabbau rund ein Drittel der Mitarbeiter betroffen sind, die im indirekten Bereich für das Industriegeschäft zuständig sind.
Im Aushang des Managements, der von den Geschäftsführern Manfred Neubert und Niklas Beyes sowie Personalchef Frank Hirschmann unterzeichnet ist, heißt es, dass dem Management in der für alle Beteiligten herausfordernden Situation weiterhin sehr an einer zeitgerechten und offenen Kommunikation im Rahmen der Mitbestimmung gelegen sei. Noch vor eineinhalb Jahren hieß es, die Stimmung helle sich auf. Damals war eine Vereinbarung über den Abbau von 500 Stellen ohne betriebsbedingte Kündigungen getroffen worden, mit einer Beschäftigungsgarantie bis Mitte 2018.Auflösungsverträge und Altersteilzeit waren als Mittel genannt worden, um die Reduzierung zu erzielen. Ob diese auch für die zusätzlichen 122 Stellen ausreichen, wird sich zeigen müssen. kör

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