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Marienweiher

120 pilgerten nach Vierzehnheiligen

Marienweiher — Auch wenn anderorts viele Christen aus der Kirche austreten, genießt die Fußwallfahrt der Pfarrei Marienweiher nach Vierzehnheiligen nach wie vor großen Zuspruch. 12...
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Fußwallfahrt von Marienweiher nach Vierzehnheiligen Foto: Oswald Purucker
Fußwallfahrt von Marienweiher nach Vierzehnheiligen Foto: Oswald Purucker
Marienweiher — Auch wenn anderorts viele Christen aus der Kirche austreten, genießt die Fußwallfahrt der Pfarrei Marienweiher nach Vierzehnheiligen nach wie vor großen Zuspruch. 120 Pilger machten sich in diesem Jahr wieder in Marktleugast auf den Weg, um an Marienweiher vorbei, auf dem Wallfahrtsweg über die Achatzmühle und Kupferberg, zur Gnadenstätte der 14 Nothelfer zu wallen.

Viele Kinder nahmen teil

Besonders erfreut zeigte sich in diesem Jahr Wallfahrtsführer Oswald Purucker über die vielen Kinde, die er am Samstagmorgen besonders in der St. Bartholomäus-Kirche begrüßte. "Wenn ihr euren Blick auf die Kirchendecke richtet, so könnt ihr das Ziel unserer Wallfahrt erkennen," so Purucker. In einem prächtigen Deckengemälde sind dort die 14 Nothelfer mit Maria und dem Jesuskind abgebildet. Auch das Jesukind im Wappenschild über dem Chorbogen sei eine genaue Abbildung der vier Jesukinder auf dem Gnadenaltar in Vierzehnheilen. Während diese am Gnadenort den Weg in alle vier Himmelsrichtungen zeigen, zeige dieses Kind den Weg nach Vierzehnheiligen. Beide Kirchen wurden zur gleichen Zeit erbaut - Vierzehnheiligen von 1743 bis 1772, Marktleugast wurde bereits 1768 eingeweiht. Auch wenn dies heute nicht mehr belegbar sei, könnte die Wallfahrt nach Vierzehnheiligen bereits in dieser Zeit entstanden sein.
Dass sich die Wallfahrt über so viele Jahre erhalten habe und ungebrochener Beliebtheit erfreue, liege daran, dass die Teilnehmer einmal im Jahr aus der gewohnten Umgebung ausbrechen, den Alltag hinter sich lassen und mit anderen Wallfahrern unterwegs seien. Neben dem Gebet, der Stille und der Andacht, stehe auch das persönliche Gespräch mit anderen Wallfahrern, die Geselligkeit und die Freude über die schöne Natur im Mittelpunkt.

Einzug und Bußandacht

Am Ziel der Wallfahrt war der Einzug in die Basilika der erste Höhepunkt. Der zweite war die Bußandacht mit Pater Christoph Kreitmeir, der sich mit der Frage "Was ist eigentlich in unserer Zeit eine Sünde?" beschäftigte. Sünde entstehe, so der Geistliche, durch zu wenig oder fehlende Liebe. Überall dort, wo gesündigt werde, fehle es an Liebe zum Nächsten, zu Gott und zur Umwelt.
Matthias Purucker, der Bildträger der Marktleugaster Wallfahrer, wurde für 40 Jahre Wallfahrt nach Vierzehnheiligen ausgezeichnet. Bereits mit drei Jahren nahmen ihn seine Eltern zum ersten Mal mit zur Wallfahrt. red

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