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Forchheim

100 Euro reichen nicht

Zum Weltkindertag fordert der Deutsche Kinderschutzbund Forchheim gute Bildungschancen für alle Kinder. Es fehle häufig an der Erstausstattung für den Schulbesuch.
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Zum Weltkindertag am Donnerstag, 20. September, macht der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) mit der Resolution "Mehr Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder" auf die ungleichen Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland aufmerksam.

Der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen in Deutschland hänge laut Pressemitteilung immer noch zu stark von der sozialen Herkunft ab. Gegenwärtige Förderinstrumente wie das Bildungs- und Teilhabepaket könnten die Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen, die in Armut aufwachsen, nicht ausgleichen. Im Paket enthalten ist ein Schulbedarf von 100 Euro, der wirkliche Bedarf sei aber oft mehr als doppelt so hoch.

Studien würden belegen, dass Kinder aus einkommensschwachen Familien folglich nicht an allen Bereichen der Bildung teilhaben können. Familien in höheren Einkommensgruppen wiederum investieren bis zu dreimal so viel in die Bildung ihrer Kinder.

"Bildung ist ein wichtiges Kinderrecht und sollte allen Kindern gleichermaßen zugute kommen. Hierfür müssen grundlegende Schulmaterialien Kindern und Jugendlichen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Hundert Euro aus dem Bildungs- und Teilhabepaket reichen nicht aus", führt der DKSB-Präsident Heinz Hilgers aus.

Aus dem Alltag im DKSB Forchheim berichtet hierzu die Kreisvorsitzende Elisabeth Hümmer: "Bei uns leben Kinder, die beispielsweise zu Beginn des neuen Schuljahres kein Material haben oder finanzielle Unterstützung bei der Erstausstattung zur Einschulung benötigen." Studien würden belegen, dass Kinder aus einkommensschwachen Familien aktuell in Deutschland nicht an allen Bereichen der Bildung partizipieren können. "Schwerwiegende Folge ist, dass der Bildungserfolg maßgeblich von der sozialen Herkunft abhängt", erläutert Hümmer. Grundlegende Maßnahmen und ein verändertes Bewusstsein seien notwendig, um allen Kindern gleiche Bildungschancen zu bieten. red

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