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10 000 Euro für die Tafel

Seit zehn Jahren schon kann sich die Erlanger Tafel auf das Ehepaar Ellen und Gerald Schreiber verlassen. Zuerst war es eine ihrer Firmen und seit 2016 die von ihnen gegründete Schreiber Stiftung, die...
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Seit zehn Jahren schon kann sich die Erlanger Tafel auf das Ehepaar Ellen und Gerald Schreiber verlassen. Zuerst war es eine ihrer Firmen und seit 2016 die von ihnen gegründete Schreiber Stiftung, die diese gemeinnützige Einrichtung regelmäßig ideell und finanziell unterstützt, heißt es in einer Pressemitteilung der Tafel. Die Stiftung ist damit ein "stabiles Standbein", wie Gertrud König betont, die Vorsitzende des Fördervereins Tafel.

Erst jüngst wieder überreichte Stiftungs-Chefin Ellen Schreiber im Beisein von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann eine Spende in Höhe von 10 000 Euro - wie schon in den Jahren zuvor. Die gleiche Summe fließt schon seit zehn Jahren.

"Haben Sie Milch für mich?"

"Für meinen Mann und mich ist es selbstverständlich, dass wir uns als Unternehmer für soziale Einrichtungen in Erlangen engagieren und Verantwortung für die Menschen in unserer Stadt übernehmen", erklärt Ellen Schreiber. Das Geld ist immer zweckgebunden und soll dort eingesetzt werden, wo es mit am nötigsten gebraucht wird.

Bei der Tafel ist das der Kauf von Frischmilch. Tafel-Mitarbeiter sammeln Lebensmittelspenden ein, die den Bedürftigen zugute kommen. Das Angebot variiert je nach Saison in Menge und Art, eines jedoch bleibt konstant: Die Lebensmittel haben das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht oder überschritten. Was zwangsläufig fehlt, ist Frischmilch, wie die Tafel immer wieder beklagt hatte. Ellen Schreiber empfand auch als Mutter besonders schlimm und kam auf die Idee der Frischmilch-Spende.

Tatsächlich: "Haben Sie Milch für mich?" ist nach den Erfahrungen von Gertrud König die am häufigsten gestellte Frage während der Ausgabe. Und so leistet die Geldspende der Stiftung für das "Projekt Milch" nach Meinung von Ellen Schreiber auch aus ernährungsphysiologischer Sicht einen wertvollen Beitrag. Immerhin sind 30 Prozent der rund 1700 Kunden der Tafel Kinder und Jugendliche und ebenfalls 30 Prozent Senioren.

Innenminister Herrmann, der als Erlanger beide Institutionen gut kennt, sprach dem Förderverein und der Schreiber Stiftung sein Lob aus und sagte: "Dieses soziale Engagement ist vorbildlich und verdient höchste Anerkennung." Für die Tafel sammeln unter der Trägerschaft des Diakonischen Werks Erlangen 160 ehrenamtliche Helfer pro Woche rund sieben Tonnen Lebensmittel ein, um sie in drei Ausgabestellen in Erlangen und Herzogenaurach an Bedürftige zu verteilen.

Ellen und Gerald Schreiber hatten im August 2016 eine Stiftung besonderer Art gegründet. Sie finanziert sich nicht aus Spenden, sondern aus Mitteln der Firmen des Ehepaars. red

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