Hohnhausen
Kirchweih-Fussball

0:7 - "Hollergöger" waren gegen die "Schrollnhüpfer" diesmal chancenlos

Beim 30. Fußballspiel zur Kirchweih in Hohnhausen hat die gastgebende Landjugend gegen den Skiclub Chain-Gang aus Ibind den Ball kein einziges Mal im gegnerischen Tor versenkt. Mit 7:0 (3:0) für die G...
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Beim Fußballspiel zur Kirchweih in Hohnhausen blieb die gastgebende Landjugend Hohnhausen (rechts, in ihren neuen Trikots) erstmals torlos. Links das Team vom Skiclub Chain-Gang Ibind, das 7:0 gewann; in der Mitte die Vorsitzenden Julia Clement und Uwe Rädlein. Foto: Katja Müller
Beim Fußballspiel zur Kirchweih in Hohnhausen blieb die gastgebende Landjugend Hohnhausen (rechts, in ihren neuen Trikots) erstmals torlos. Links das Team vom Skiclub Chain-Gang Ibind, das 7:0 gewann; in der Mitte die Vorsitzenden Julia Clement und Uwe Rädlein. Foto: Katja Müller

Beim 30. Fußballspiel zur Kirchweih in Hohnhausen hat die gastgebende Landjugend gegen den Skiclub Chain-Gang aus Ibind den Ball kein einziges Mal im gegnerischen Tor versenkt. Mit 7:0 (3:0) für die Gäste ging die Begegnung im "Waldstadion" aus. Die Tore erzielten nacheinander zunächst viermal Philipp Oeser und je einmal Laurin Denninger und Nikolai Klebrig. Zu allem Überfluss schenkten sich die Gastgeber zum Schluss noch ein Eigentor ein.

Dem Skiclub-Stürmer Philipp Oeser, der sowohl am Ball als auch auf den Skiern eine gute Figur macht, gelang mit seinen drei in der ersten Halbzeit erzielten Toren ein lupenreiner Hattrick. Der Gesamtstand stellt sich nunmehr wie folgt dar: Für die gastgebende Landjugend stehen bisher acht Siege zu Buche, 18-mal ging der Skiclub als Gewinner vom Platz und in vier Spielen trennte man sich unentschieden.

Nachdem man 1988 mit dieser schönen Kirchweihtradition begonnen hatte, wurde - mit einer Ausnahme - alljährlich zu diesem Hohnhäuser Fest ein Freundschaftsspiel zwischen den beiden Vereinen ausgetragen. Deshalb kam es nach 30 Jahren nicht zum 31., sondern exakt zum 30. Aufeinandertreffen, hat Uwe Rädlein von den Ibindern Chronik geführt.

"Ünterdorf" gegen "Öberdorf"

Und schon vor dieser Ära spielte man in Hohnhausen zur Kirchweih Fußball auf dem kleinen Sportplatz neben dem Löschweiher. Damals hieß die alljährliche Begegnung "Ünterdorf" gegen "Öberdorf". Alle Spieler waren dabei aus Hohnhausen. Als aber die Spielerdecke zu dünn wurde, wandten sich die beiden beim TSV Burgpreppach aktiven Fußballer Willi Arnold und Bernd Pohley an ihren Ibinder Mannschaftskollegen Uwe Rädlein und fragten an, ob der Skiclub Chain-Gang zur Kirchweih gegen ein Landjugendteam antreten würde. Dem Skiclub hat der damalige Kirchweihsamstag 1988 als Spieltag überhaupt nicht in den Kram gepasst, denn unmittelbar in der Nacht vorher hatte die Chain-Gang ihr zünftiges Hüttenfest in der Sauloch-Hütte bei Rödental gefeiert. Trotzdem sagte man den Hohnhäusern zu. Die feucht-fröhliche Partynacht wirkte sich natürlich negativ auf die Kondition der Skiclubler aus, und so ließen die spielstarken "Hollergöger", wie die Hohnhäuser umgangssprachlich genannt werden, keine Zweifel aufkommen und besiegten die "Schrollnhüpfer" aus Ibind mit Bravour. Das damalige Ergebnis von 7:4 für Hohnhausen drückt die Überlegenheit der Einheimischen annähernd aus.

"Legendäre" Kirchweihbesuche

Im Laufe der vielen Jahre kam es übrigens niemals zu einem "Zu-null-Spiel: Meistens sahen die Zuschauer mehr als zehn Tore.

Legendär, so blickt Uwe Rädlein schwärmend zurück, sind die im Anschluss an das Match unternommenen Kirchweihbesuche. Spieler und Fans beider Lager verlebten dabei gemeinsam allerlei lustige Stunden, anfangs noch in den Gastwirtschaften Faber und Keß, mittlerweile im Vereinsheim "Alte Schule". Immer war die Stimmung bestens und vor allem herzlich.

Schon aus diesem Grund wollen alle Beteiligten weiterhin an dieser alljährlichen Gepflogenheit der freundschaftlich verbundenen Nachbarvereine festhalten und Kirchweih-Fußballspiele austragen. alc

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