Würzburg
Basketball

Der erste Titel für die Würzburg Baskets

Zwei Spiele, zwei Siege: Die s.Oliver Baskets Würzburg verteidigten gegen Graz und Wijchen den Bosch-Rexroth-Pokal.
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Würzburgs Jason Boone. Foto: Tobias Köpplinger
Würzburgs Jason Boone. Foto: Tobias Köpplinger
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Es ist diese Mischung, die Würzburgs Trainer Marcel Schröder meint, wenn er von "den Großen" spricht: Die Mischung zwischen Urgewalt und Eleganz. Jason Boone steht für die Urgewalt. Der 26-jährige Center der Würzburger hat Oberarme wie andere Menschen Oberschenkel, wenn er beim Dunking am Korb hängt, könnte man meinen, er reißt den Korb samt Anlage um.
Und da ist Christopher McNaughton. Drei Jahre älter als Boone, schlank und trotz seiner 2.11 Meter irgendwie unsichtbar. Er zieht sich immer wieder zurück und ist dann plötzlich da. Unspektakulär. Effektiv. Elegant. Zwei Mal war der gebürtige Ansbacher am Wochenende bester Werfer der Würzburger. Beim 95:65-Sieg der Unterfranken gegen UBSC Raiffeisen Graz erzielte er 24 Körbe. Gegen die niederländische Mannschaft aus Wijchen 21 Punkte.
Und dann wollte er nicht einmal darüber reden. McNaughton hob nur die Schultern, grinste: "Unser Spiel hat phasenweise schon genz gut geklappt. Aber die Siege dürfen wir nicht überbewerten." Stimmt. Graz und Wijchen dürften die wenigsten mit Basketball verbinden. Trotzdem sind solche Spiele wichtig, sagt Würzburgs Trainer Marcel Schröder: "Für uns ist das eine gute Sache, nicht immer nur gegen die eigene Mannschaft zu trainieren, sondern gegen Gegenspieler, die sich etwas einfallen lassen ."
Zum Beispiel Wijchen. Vier Mann fehlten bei den Niederländern, aber die kleine Mannschaft, die spielte, war kreativ. Unkonventionell. Mit ganz eigenem System. Frankfurt scheiterte am Samstagnachmittag an der Wijchener Verteidigung. Gegen Würzburg hielten die Niederländer bis zur Pause gut mit. "Weil das in der ersten Halbzeit mit der Defense noch nicht so gut geklappt hat", sagte Christopher McNaughton. Weil einige Rebounds noch beim Gegner landeten, weil man vielleicht gegen Wijchen doch nicht mit der Intensität spielt wie gegen Alba Berlin oder Bayern München.

Der Elegante und der Grobe

Aber für den Rhythmus sind solche Spiele gut: Für John Little, der Vater wurde und erst vor einer Woche zur Mannschaft kam. Und für die Neuen: LaMont McIntosh, der gegen Graz die Mannschaft trug und für Ben Jacobson einsprang. Oder für Christopher McNaughton und Jason Boone. Der Elegante und der Grobe. Die sich an einander gewöhnen und sich ergänzen müssen. Beide trainieren zusammen, kommen früher, arbeiten hart, das fruchtet. Weil beide unter dem Korb anspielbar sind und weil beide ihre Körbe machen. "Chris und Jason ergänzen sich hervorragend", sagte Trainer Marcel Schröder. Beide sind oft anspielbar unter dem Korb und beide steigern sich jede Woche, so wie die gesamte Mannschaft.
Trotz der beiden klaren Siege gegen Graz und Wijchen fiel Trainer Marcel Schröder eine Einschätzung der Würzburger Leistung schwer: "Wir haben versucht, den Ball zu bewegen und haben nicht egoistisch gespielt. Aber erst am Mittwoch gegen Bayern München und kommende Woche gegen Bonn werden wir dann sehen, wo wir gegen die BBL-Mannschaften stehen."
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