Nach dem erfolgreich absolvierten Pokal-Auftritt am Mittwoch in Bayreuth gegen die Artland Dragons (79:65-Sieg) stehen die Brose Baskets am Samstag (20 Uhr/Sport1 live) im Bundesliga-Schlagerspiel in Ulm vor der nächsten Herausforderung. Der Tabellenzweite, der schon beim Hinspiel in Bamberg furchtlos auftrat und sich bei der 59:64-Niederlage bisher am besten von allen Teams in der Frankenhölle schlug, kann mit einem Sieg mit mehr als fünf Punkten Differenz sogar die Tabellenführung übernehmen.
Doch das will der zweimalige Double-Sieger natürlich auf jeden Fall verhindern. Durch die Auftritte in der Euroleague gestählt, zeigte die Mannschaft von Trainer Chris Fleming am Mittwoch einmal mehr ihre Klasse. Immer dann, wenn ein nationaler Herausforderer sich eine gute Chance ausrechnet, am Thron des deutschen Meisters zu rütteln, spielen die Brose Baskets ihren besten Basketball und lassen vor allem mit ihrer aggressiven Verteidigung die Kontrahenten nicht zur Entfaltung kommen.
Aber auch das Abschneiden der Ulmer kann sich sehen lassen: Neben der Niederlage in Bamberg mussten sie sich nur in Berlin (58:89) und in Würzburg (59:61) geschlagen geben und weisen vor heimischem Publikum (8 Siege) ebenso eine weiße Weste auf wie die Brose Baskets, die mittlerweile 43 Erfolge in Serie feiern durften.
Auch für Chris Fleming ist Ulm "das Überraschungsteam der Liga. Aber sie verfügen auch über sehr viel Substanz. Wir werden uns auf ein sehr schnelles Spiel und auf wechselnde Verteidigungsarten einstellen müssen. Ein Sieg wäre ein großer Schritt in Richtung Platz eins nach der Hauptrunde." Sein Rezept für einen Sieg über den schärfsten Verfolger klingt denkbar einfach: "Wir müssen Bamberger Basketball spielen."
Der Schlüsselspieler, den es in die Schranken zu weisen gilt, ist Ulms Center John Bryant. Der 2,11 Meter große und knapp 130 Kilo schwere Brocken ist nicht nur der beste Rebounder (9,2 im Schnitt), sondern auch der effektivste Spieler der Liga und der gefährlichste Schütze (14,2 Punkte) seiner Mannschaft. Zweistellig punkten aber auch die Scharfschützen Isaiah Swann (12,8), Dane Watts (11,2), der aber wegen einer Knöchelverletzung ebenso auszufallen droht wie Bambergs Julius Jenkins, und Steven Esterkamp (10,2). Deutlich gesteigert hat sich aber auch Tommy Mason-Griffin, der neben dem deutschen Nationalspieler Per Günther das Spiel lenkt und in den letzten fünf Partien auf einen Schnitt von 12 Zählern kam.
Die größte Stärke der Ulmer, die in der nagelneuen und seit Wochen ausverkauften Ratio pharm-Arena von 6000 Fans unterstützt werden, ist aber die mannschaftliche Geschlossenheit. Bringen die Bamberger allerdings die gleiche Aggressivität wie zuletzt in der zweiten Halbzeit gegen die Dragons aufs Parkett, sollten sie mit dem 13. Sieg in Folge die Heimreise antreten.

Heimspiel gegen Trier verlegt


Das für kommenden Mittwoch geplante Heimspiel der Brose Baskets gegen Trier wurde verlegt. Die Partie wird nun am 29. Februar ausgetragen.