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Umfrage

Zwei von drei Franken nutzen das Internet

Nach einer neuen Studie liegen die fränkischen Regierungsbezirke bei der Internetnutzung im guten bayernweiten Schnitt. In Mittelfranken nutzen 71,8 Prozent der Bevölkerung das Internet. Damit liegt der Regierungsbezirk über dem bundesweiten Durchschnitt.
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„Bin ich schon drin, oder was?“, fragte Boris Becker vor zehn Jahren in einem Werbespot. Mittlerweile sind die meisten „drin“ im Internet, bundesweit fast 70 Prozent der Bevölkerung. In Franken sind leichte Unterschiede festzustellen, die meisten Internetnutzer gibt es mit 71,8 Prozent in Mittelfranken. Das ist eines der Ergebnisse im vor kurzem veröffentlichten „Nonliner“-Atlas.
In Oberfranken nutzen 67,4 Prozent das Internet, in Unterfranken 68,5. Hoch sei in Oberfranken hingegen der Anteil der so genannten „Nutzungsplaner“: 6,9 Prozent wollen im kommenden Jahr den Schritt ins Internet wagen, das ist die höchste zu erwartende Zuwachsrate in ganz Deutschland (Unterfranken: 5,3; Mittelfranken 3,9). Bayernweit nutzen 69,2 Prozent das Internet, das entspricht einem Wachstum von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Etwa ein Viertel der Franken (von 24,2 Prozent in Mittelfranken bis 26,3 in Unterfranken) meidet das Internet und plant auch nicht, das zu ändern.
Bei der Versorgung mit Breitbandanschlüssen scheint es gerade in Unterfranken noch Nachholbedarf zu geben. Die Verfügbarkeit von 60,9 Prozent stellt den bundesweit schlechtesten Wert dar, auch Oberfranken liegt mit 65,6 Prozent noch unter dem Durchschnitt, Mittelfranken mit 68,9 Prozent jedoch deutlich darüber.
Der Ausbau von Breitbandanschlüssen ist seit 2005 der entscheidende Faktor für das Wachstum der Internetnutzung dar, 66,9 Prozent der Gesamtbefragten verfügen mittlerweile über einen Breitbandanschluss. 2009 seien 90 Prozent der Steigerungen durch Veränderungen im Breitband-Anteil bedingt. Die Spitzenreiter in diesem Bereich liegen in den Neuen Ländern, so wird aus Chemnitz ein Versorgungsanteil von 71,6 Prozent vermeldet. „Die Verfügbarkeit schneller Internetanschlüsse ist mittlerweile zu einem entscheidenden Standortfaktor für die Kommunen geworden", stellt Hans F. Trunzer, Hauptgeschäftsführer der IHK für Oberfranken Bayreuth, fest.
Die Breitbandinitiative Oberfranken, hat im vergangenen Jahr von mehr als 10.000 Privathaushalten, Unternehmen und öffentlichen Institutionen erhalten, die sich einen Breitbandanschluss wünschen. In Oberfranken gibt es laut Trunzer noch viele weiße Flecken in der Breitbandversorgung. Die Initiative verfolge das Ziel „eine möglichst schnelle, flächendeckende und qualitativ weitgehend gleichwertige Anbindung zu vergleichbaren Kosten zu erreichen“.
Für die „Nonliner“-Studie der Initiative D21, der 200 Vertreter aus Wirtschaft und Wirtschaft angehören, und des Meinungsforschungsinstitutes TNS Infratest wurden deutschlandweit 30.000 Personen telefonisch befragt.


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