Laut Polizeimeldung hatten die Kriminalbeamten über Monate hinweg alle Spuren verfolgt, die der unbekannte Brandstifter von Juli bis September letzten Jahres bei seinen Taten hinterlassen hatte.

Konkreter Tatverdacht bestätigt sich

Die Brandfahnder gingen bei ihren Ermittlungen jedem Hinweis aus der Bevölkerung nach. Schließlich kristallisierte sich ein konkreter Tatverdacht gegen einen 19-jährigen Einheimischen heraus.

Konfrontiert mit dem Beweismaterial gestand der junge Mann jetzt, drei der Scheunenbrände absichtlich gelegt zu haben.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen gehen demnach die Brände der beiden Scheunen am späten Abend des 15. August in Zell/Oberhaid und am 16. September in der Zeller Winholzstraße auf das Konto des Mannes. Bei einer weiteren Scheune im August in der Walpenreuter Straße blieb es bei einer versuchten Brandstiftung, weil das Feuer zum Glück wieder ausging, ohne größeren Schaden anzurichten.

Bei diesen Bränden waren Schäden in Höhe von mehreren Zehntausend Euro entstanden.

Menschen und Tiere waren in diesen Fällen nicht zu Schaden gekommen, was vom Täter auch nie beabsichtigt gewesen sei.

Ermittlungen zum Wohnhausbrand dauern an

Der 19-Jährige bestreitet bislang jegliche Tatbeteiligung an dem verheerenden Wohnhausbrand in der Nacht zum 28. Juli 2010 in der Zeller Unteren Hangstraße. Dort war es den fünf schlafenden Bewohnern nur dank aufmerksamer Nachbarn in letzter Sekunde gelungen, sich vor den Flammen in Sicherheit zu bringen und ins Freie zu flüchten. Die Ermittlungen zu diesem Fall der schweren Brandstiftung dauern weiter an.

Brandbekämpfung als Motiv

Der Grund für sein kriminelles Verhalten, sei das Bedürfnis gewesen, Brände zu löschen und damit seine Fähigkeiten und Fertigkeiten als Feuerwehrmann zu trainieren, teilte die Polizei mit. Er hatte jeweils engagiert an den Löscharbeiten teilgenommen.

In Anbetracht des Ermittlungsstandes, des Alters und insbesondere des Geständnisses des berufstätigen Mannes sah die Staatsanwaltschaft Hof derzeit von der Beantragung eines Haftbefehles ab.