«Die Bayern können jeden Gegner schlagen», sagte Real-Trainer José Mourinho nach dem 4:1-Sieg der «Königlichen» im Achtelfinal-Rückspiel gegen ZSKA Moskau. «Ich betrachte sie als einen ernsthaften Titelanwärter.» Reals Vorstandsmitglied Emilio Butragueño will vor allem Titelverteidiger Barça aus dem Weg gehen. «Gegen den FC Barcelona möchte man nicht spielen», sagte der frühere Torjäger. «Je später desto besser, am liebsten überhaupt nicht.» Real war im Vorjahr im Halbfinale an Barça gescheitert.

Mit Moskau hatten die Madrilenen mehr Mühe, als das Ergebnis vermuten lässt. Das Team mit den deutschen Nationalspielern Mesut Özil und Sami Khedira profitierte von Abwehrfehlern der Russen. «Real darf man keine Geschenke machen», betonte der russische Trainer Leonid Sluzki. «Aber das haben wir getan.»

Eine deutsche Co-Produktion von Özil und Khedira bereitete den Führungstreffer der Madrilenen durch Gonzalo Higuaín (26. Minute) vor. Cristiano Ronaldo (55./90.+4) und Karim Benzema (70.) machten alles klar. Mehr als das 1:3 durch Zoran Tosic (77.) gelang den mutigen Russen nicht.

Im Hinspiel des Viertelfinales wird Real auf Xabi Alonso wegen einer Gelb-Sperre verzichten müssen. Dies weckt bei den Madrilenen schlechte Erinnerungen: Vor zwei Jahren war Real ohne seinen Regisseur an Olympique Lyon gescheitert.