Kriminalität

Pogo-Streit beim Taubertal-Festival: Mann beißt Kontrahenten Teil der Nase ab - Bilanz der Polizei

Das viertägige Taubertal-Festival in Rothenburg ob der Tauber (Landkreis Ansbach/Mittelfranken) ist in vollem Gange. Die erste Bilanz der örtlichen Polizeiinspektion fällt positiv aus. Die unrühmliche Ausnahme: Ein teilweise abgebissene Nase.
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Nasenbiss vor der Hauptbühne: Im Streit um den richtigen Zeitpunkt eines Pogo-Tanzes kam es beim Taubertal-Festival  zum Gerangel zwischen zwei jungen Männern. Hierbei biss ein 27-Jähriger seinem 20-jährigen Kontrahenten einen Teil der Nase ab. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa
Nasenbiss vor der Hauptbühne: Im Streit um den richtigen Zeitpunkt eines Pogo-Tanzes kam es beim Taubertal-Festival zum Gerangel zwischen zwei jungen Männern. Hierbei biss ein 27-Jähriger seinem 20-jährigen Kontrahenten einen Teil der Nase ab. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa
Der bisher schwerwiegendste Vorfall des diesjährigen Taubertal-Festivals ereignete sich laut Polizeiinspektion Rothenburg kurz nach Mitternacht am Samstag, 11. August 2018, vor der Hauptbühne auf der "Eiswiese": Im Streit um den richtigen Zeitpunkt eines Pogo-Tanzes kam es kurz zum Gerangel zwischen zwei jungen Männern. Hierbei biss ein 27-Jähriger seinem 20-jährigen Kontrahenten einen Teil der Nase ab.


Festival-Verbot für Nasenbiss


Der 20-Jährige wurde nach notärztlicher Versorgung in eine Fachklinik gebracht. Der 27-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Zudem wurde ihm seitens des Veranstalters ein Verbot für das Festival ausgesprochen. Gegen den Tatverdächtigen, der knapp zwei Promille aufwies, wird wegen schwerer Körperverletzung ermittelt.

Insgesamt jedoch beschreibt die Polizei den bisherigen Festivalverlauf mit "viel Licht und ein wenig Schatten". Ein überwältigender Teil der rund 15.000 Besucher genieße unverändert in vollen Zügen die lockere Atmosphäre sowie das weithin bekannte Ambiente des Festivals zu Füßen der Altstadt Rothenburgs sowie auf den weitläufigen Campingplätzen, so die Polizei. Von Beginn an sei das Musikevent von einem fröhlichen und friedlichen Umgang geprägt. In der Folge habe sich das polizeiliche Einsatzaufkommen angesichts einer Veranstaltung dieser Größenordnung in einem überschaubaren Rahmen gehalten.


Rauchfackeln vor der Hauptbühne gezündet


Einige wenige verstünden es allerdings nicht, sich an die Regeln einer Festivalgemeinde und an Recht und Gesetz zu halten. Am Freitagabend, 10. August, kam es vor der Hauptbühne zu einem Faustschlag eines Unbekannten ins Gesicht eines 27-Jährigen. Der Mann musste mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ins Krankenhaus. Für zwei Anhänger pyrotechnischer Gegenstände ist das Festival vorzeitig beendet: Sie hatten mitten in der Menschenmenge vor der Hauptbühne Rauchfackeln
gezündet.


Gestohlenes Bobbycar wieder da


Auf dem Campingplatz Berg fuhr ein 21-Jähriger mit einem Auto ohne Fahrzeugkennzeichen umher. Da bei ihm ein Wert von 2,40 Promille festgestellt wurde, erfolgte die Führerscheinsicherstellung. Wieder in seinen Besitz nehmen kann ein 27-Jähriger sein gestohlenes Bobbycar, das er als Maskottchen auf dem Dach seines Autos angebracht hatte. Wie sich herausstellte, stand das vermisste Rutschauto bereits in der Polizeigarage: Es handelte sich um das Unfallfahrzeug des 24-Jährigen, der tags zuvor gegen die Betonsperre auf der Reutsächser Steige gekracht war. Nun kommt für ihn noch ein Verfahren wegen Diebstahls hinzu.

Im Zuge der 23. Auflage des Taubertalfestivals wurden zahlreiche Mobiltelefone als Fundsache bei der Polizei abgegeben. Die Besitzer können sich noch bis Montagnacht, 13. August, an die Festivalwache an der Barbarossabrücke wenden.


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