Lichtenau
Infektionskrankheit

Hasenpest in Mittelfranken: Krankheit auch für Menschen gefährlich - so schützen Sie sich

Hasenpest in Franken: Ein im Landkreis Ansbach verendeter Hase wurde positiv auf Tularämie, umgangssprachlich Hasenpest, getestet. Die Krankheit ist auch auf den Menschen übertragbar.
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Ein im Landkreis Ansbach verendeter Hase wurde positiv auf die Hasenpest getestet. Die Krankheit ist auch für Menschen gefährlich. Symbolfoto: pixabay.com/hansbenn
Ein im Landkreis Ansbach verendeter Hase wurde positiv auf die Hasenpest getestet. Die Krankheit ist auch für Menschen gefährlich. Symbolfoto: pixabay.com/hansbenn

Die Hasenpest ist zurück in Franken: Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte, wurde ein bei Lichtenau im Landkreis Ansbach tot aufgefundener Feldhase positiv auf Tularämie, umgangssprachlich Hasenpest, getestet.

Hasenpest ist auch für Menschen gefährlich: So schützen Sie sich

Um eine Ansteckung zu verhindern rät das Veterinäramt am Landratsamt Ansbach Personen, die mit Hasenfleisch in Kontakt kommen, unbedingt Einmalhandschuhe und Mundschutz zu tragen. So kann verhindert werden, dass es zu einer Infektion über Hautwunden kommt oder der Erreger eingeatmet wird.

Hasenpest ist übertragbar: Das sind die Symptome

Die Krankheit ist auf den Menschen übertragbar und äußert sich häufig mit Lymphknotenschwellungen und Fieber. Sie ist mit Antibiotika bei rechtzeitiger Diagnose erfolgreich zu behandeln. Gefährdet sind Menschen, die einen intensiven Kontakt mit Wildtieren haben. Dazu zählen etwa Jäger oder auch Personen, die in fleischverarbeitenden Bereichen arbeiten. Nach ausreichender Erhitzung des Hasenfleisches ist der Verzehr weiterhin bedenkenlos möglich.

Hunde und Katzen besitzen von Natur aus eine höhere Resistenz gegen den Erreger als der Mensch. Ein längerer Kontakt von Hunden oder Katzen mit Wildtieren ist trotzdem zu vermeiden.

Hasenpest: So erkennen Sie betroffene Tiere

Die Jagdzeit auf Feldhasen in diesem Jagdjahr ist zwar seit dem 31. Dezember vorbei, doch es können zu jeder Zeit verendete Feldhasen aufgefunden werden. Diese sollten nicht oder zumindest nicht ohne Handschuhe berührt werden. Betroffene Tiere zeigen sich insbesondere abgemagert und mit struppigem Fell. Auch innere Organe können auffällig verändert sein.

Weitergehende Informationen rund um die Krankheit Tularämie sind im Wildtierportal Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten oder auf der Internetseite des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zu finden.

Bereits im Frühjahr vergangenen Jahres war bei einem Hasen im Landkreis Würzburg die Hasenpest festgestellt worden.

Im November mussten neun Jäger aus Bayern wegen Verdachts auf Hasenpest auf der Isolierstation behandelt werden.



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